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Beim Flohmarkt herrscht großer Andrang.

Jubiläum im Wald

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Friedberg-Ossenheim(rho). Der im vergangenen Jahr von Pfingstdienstag auf Pfingstsonntag verlegte traditionelle Ossenheimer Wäldchestag hat auch an diesem Wochenende bei herrlichem Wetter zahlreiche Besucher ins Wäldchen gelockt. Jägerwirt Ludwig Aehle hatte den Wäldchestag, den es seit 1807 gibt, in den Jahren 1827 bis 1866 zur vollen Blüte gebracht. Er machte ihn in der Wetterau sehr bekannt, und als Heiratsmarkt ging er in die Geschichte ein. Nach dem Zweiten Weltkrieg scheiterten mehrere Versuche von Ortsgastwirten, den Wäldchestag wiederzubeleben. Nachdem der Sportverein Ossenheim (SVO) 1967 gegründet worden war, hatte Günther Hoffmann die Idee, die vier alteingesessenen Vereine zu fragen, ob sie als Veranstalter infrage kämen. Zusammen mit der Sängergemeinschaft hatte der SVO den Mut, diesen Vorschlag aufzugreifen. 1969 wurde die Idee umgesetzt, sodass der SV Ossenheim in diesem Jahr sein 50-jähriges Jubiläum als Veranstalter des Wäldchestages feiern konnte.

Schon sehr früh am Sonntagmorgen bauten Beschicker aus nah und fern den Flohmarkt auf, sodass der Parkplatz bald komplett belegt war und Schäppchenjäger unter den gebrauchten Gegenständen bald ihre Schätze fanden. "Päuschen" konnten bei Kaffee, Kuchen, Würstchen und gekühlten Getränken eingelegt werden, und auch die Schausteller Norbert Schober mit einem Crêpes-Stand und Nico Heine mit einem "Schlumpfkarussell" und einem Süßigkeitenstand kamen auf ihre Kosten.

Am frühen Sonntagmittag verlagerte sich das Geschehen zum eigentlichen Wälchestag ins Schatten spendende Wäldchen, und in sommerlicher Kleidung wurde so manches Bembelchen geleert und Leckeres vom Grill verspeist. Am Abend gab es aktuelle Hits, Partyklassiker und Hard Rock mit DJ Björn. Die Besucher nutzten die Tanzfläche bis weit nach Mitternacht.

Der Pfingstmontag startete mit einem Frühschoppen bei Handkäs und Weißwurst, und gegen Mittag trudelten die ersten Gäste zum ökumenischen Gottesdienst ein. Pfarrer Christian Brost hieß alle Gäste und die Pfarrer aus Assenheim, Friedberg, Wickstadt/Dorn-Assenheim, Dorheim und Bruchenbrücken willkommen. Für die musikalische Begleitung sorgten das von Hans Groetsch zusammengestellte Bläserensemble sowie unter Leitung von Ilse Etzel der Fauerbacher Gemeindechor zusammen mit der Sängergemeinschaft Ossenheim und die Kigo-Kinder. Antje, Wilhelmine und Karl trugen abwechselnd die Pfingstgeschichte vor.

Als Vorstandsmitglied der Fußballabteilung des SVO bedankte sich Oliver Wennerström stellvertretend auch für Alexander Klug und Petra Freund bei allen Akteuren und Helfern, wobei er Raimund Sbielut, Klaus Härchen und Waldemar Pribilla besonders für deren tagelangen Einsatz im Wald hervorhob. Erstmals beteiligten sich auch Vertreter des neu gegründeten Albanischen Vereins Wetterau Friedberg um den Vorsitzenden Altin Hamiti bei den Auf- und Abbauarbeiten. Der Verein hat seit wenigen Wochen seine sportliche Heimat in Ossenheim und nutzt das dortige Sportgelände; die Zusammenarbeit gestaltet sich sehr freundschaftlich.

Am Kindernachmittag wurden Hüpfburg, Rollenrutsche und Fußballwand eifrig genutzt. Das Fest klang bei leichtem Nieselregen mit dem allgemeinen Tenor aus: "Es war widder en schene Wälchtsdach!"

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