»Jobcenter droht mit Sanktionen«

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Wetteraukreis (pm). Der Verein »Linke Hartz4-Hilfe Wetterau« bietet ab heutigen Montag wieder eine Sozialsprechstunde an. Allerdings wird diese nicht in der gewohnten Form stattfinden, um Ansteckungen mit dem Coronavirus zu vermeiden, sagt die Vorsitzende Anja ElFechtali. Sie stellt zwei Möglichkeiten vor, wie Menschen dennoch vorsprechen können: Zu den Sprechzeiten - montags von 14 bis 16 Uhr und donnerstags von 16 bis 18 Uhr - ist das Telefon (0 60 31/1 69 57 07) im »Roten Laden« besetzt. Außerdem wurde ein Schalter eingerichtet, den man in Notfällen nach Anmeldung unter Tel. 01 75/3 56 18 05 aufsuchen kann.

Menschen mit geringem Einkommen sind laut ElFechtali von der Pandemie besonders hart betroffen. Es sei derzeit nicht möglich, seine Angelegenheiten mit dem Jobcenter direkt zu regeln. Nicht jeder verfüge über einen Computer für den E-Mail-Verkehr. Telefonische Absprachen mit den Sachbearbeitern seien nicht rechtssicher. Auch entstünden Probleme, wenn es für eingereichte Unterlagen keine Eingangsbestätigungen gebe. »Und obwohl es diese Erschwernisse gibt, wird Betroffenen noch mit Sanktionen gedroht.« Sie fordert das Jobcenter auf, unbürokratisch zu handeln und auf Sanktionen zu verzichten.

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