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(Jedes) Jahr beginnt mit »ehrenvoller Arbeit«

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Friedberg/Bad Nauheim (jw). Das neue Jahr beginnt mit »ehrenvoller Arbeit«. So wird »Waqar-e-Amal« übersetzt, die alljährliche Aktion der Ahmaddiyya-Jugend am Neujahrstag.

Friedberg/Bad Nauheim (jw). Das neue Jahr beginnt mit »ehrenvoller Arbeit«. So wird »Waqar-e-Amal« übersetzt, die alljährliche Aktion der Ahmaddiyya-Jugend am Neujahrstag. Nach Gebet und gemeinsamem Frühstück reinigen die Jugendlichen die Dörfer und Städte, in denen sie leben, vom Unrat. So auch gestern wieder in Friedberg und Bad Nauheim. In der Kreisstadt wurden rund 80 Mitglieder der Ahmadiyya Muslim Yamaat gezählt, die mit Besen, Schaufel, Mülleimern und Müllsäcken die Kaiserstraße von abgebrannten Raketen und den Resten von Knallkörpern befreiten. Kurz nach 6 Uhr in der Früh hatten sich die Jugendlichen in ihrem Gebetsraum in der Vorstadt zum Garten getroffen. In ihren Gebeten sprachen die Muslims dem Schöpfer ihren Dank aus. Um 7.30 Uhr schritten dann alle zur Tat, wobei die »ehrenvolle Arbeit« im Gegensatz zu den Vorjahren diesmal schneller verrichtet war. »Die Straßen sind weniger schmutzig, weil offenbar weniger geknallt wurde«, sagte ein Gemeindemitglied.

Dennoch kamen am Ende einige Säcke voll mit den Resten der Silvesternacht zusammen, von der ausgebrannten Pappbox für Leuchtraketen bis zur leeren Sektflasche.

Besonders gefreut hat die Jugendlichen, dass sie wieder Hilfe von deutschen Anwohnern der Kaiserstraße bekamen. Die kehrten den Dreck aus den Gassen zusammen, und die Ahmadiyyas füllten damit ihre Säcke. So war es schon in den Vorjahren. »Immer wieder legten Bürger spontan mit Hand an. Das waren besondere Momente, in denen Christen, Muslime und Bekenntnislose zusammen etwas für ihre Stadt, ihre gemeinsame Heimat geleistet haben«, erinnerte sich ein Jugendlicher. Ahmadiyya Muslim Yamaat ist eine islamische Reformgemeinde, deren Wurzeln in Pakistan liegen. Mit dem »Waqar-e-Amal« soll den Jugendlichen der Grundsatz »Sich selbst und anderen ohne Gegenleistung mit eigener Hand dienen« gelehrt werden.

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