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Aufgrund des guten Futterangebots gibt es sehr viele Wildschweine. Ihr Bestand soll bei revierübergreifenden Jagden der Hegegemeinschaft Taunus Süd reduziert werden.

Im Herbst

Jagd an der A 5: Wildschweine im Fadenkreuz

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Herbstzeit ist Jagdzeit. In den Revieren der Hegegemeinschaft Taunus Süd werden in den kommenden Wochen wieder Wildschweine gejagt.

Autofahrer, Spaziergänger und Radfahrer werden gebeten, Warnhinweise zu beachten, damit keine gefährlichen Situationen entstehen.

Aufgrund der milden Winter und des überaus guten Nahrungsangebots im Feld und Wald sind die Wildschweinbestände nach Angaben von Hendrik Becker von der Hegegemeinschaft weiterhin auf hohem Niveau. Eine Folge seien viele Wildunfälle auf den Straßen sowie Wühl- und Fraßschäden auf Wiesen und Getreidefeldern. Daher sei das Konzept der revierübergreifenden Bewegungsjagd von großer Bedeutung. Dabei ziehen laut Becker Treiber und Stöberhunde in einer Kette langsam durch das Revier und scheuchen die Tiere zu den an Wildwechseln oder Schneisen platzierten Schützen.

"Die Jagd endet nicht an der Reviergrenze, sondern geht in mehreren Revieren gleichzeitig vonstatten. Der Vorteil liegt auf der Hand: Das Gebiet wird nur für eine sehr kurze Zeit stark beansprucht, danach herrscht wieder Ruhe", erläutert Becker. In wenigen Stunden könne ein Großteil der gesetzlichen Abschusspläne erfüllt werden. Zudem bewegten sich Rehe und Wildschweine ohne Hast in Richtung der Schützen, Jäger könnten Alter und Geschlecht der Tiere vor der Schussabgabe besser erkennen.

Appell: Sicherheitshinweise beachten

Becker zufolge hat die Hegegemeinschaft drei Termine für die Gebiete westlich und östlich der A 5 angesetzt. Für die Reviere westlich der Autobahn - rund um den Winterstein - ist eine erste Jagd am Samstag, 23. November, geplant. In den Waldrevieren östlich der A 5, von Rosbach über Ockstadt bis Bad Nauheim und Friedberg, ist eine revierübergreifende Jagd für Freitag, 8. November, terminiert. Der Schwerpunkt der Aktivitäten liegt jeweils zwischen 8 und 16 Uhr.

Damit die Jagden sicher und erfolgreich verlaufen, bittet die Hegegemeinschaft alle Spaziergänger, Hundeführer, Jogger, Reiter oder Mountainbiker um Beachtung der Warnhinweise. Rot umrandete Dreiecke mit Aufdrucken wie "Achtung Jagd" machen auf die Bewegungsjagd ebenso aufmerksam wie Absperrbänder oder Schilder. In dieser Zeit sollten markierte Wege und Flächen aus Sicherheitsgründen nicht betreten werden. Auf Straßen entlang des Jagdgebiets sollten Autofahrer entsprechende Verkehrszeichen beachten und die Geschwindigkeit drosseln, weil unverhofft Wildschweine, Rehe oder andere Wildtiere die Straße queren könnten.

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