In 240 Sekunden müssen die Redner - Speaker genannt - das Publikum und die Jury von sich und ihren Themen überzeugen. Markus Klimesch aus Nidda hat über Personalbeschaffung gesprochen. Der internationale Wettbewerb ähnelt einem Poetry-Slam.
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In 240 Sekunden müssen die Redner - Speaker genannt - das Publikum und die Jury von sich und ihren Themen überzeugen. Markus Klimesch aus Nidda hat über Personalbeschaffung gesprochen. Der internationale Wettbewerb ähnelt einem Poetry-Slam.

Speaker-Slam

Internationaler Speaker-Wettbewerb: Weltrekord mit zwei Wetterauern

  • Sabine Bornemann
    vonSabine Bornemann
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Erneut hat der internationale Speaker-Wettbewerb stattgefunden. Mit dabei sind Experten aus der Wetterau. In diesem Jahr ist ein Weltrekord aufgestellt worden.

Kurz, knackig, prägnant und direkt auf den Punkt: Das macht den internationalen Speaker-Wettbewerb aus. Dabei läuft es ähnlich ab wie bei einem Poetry-Slam. In diesem Jahr ist ein Weltrekord aufgestellt worden. Mit dabei waren zwei Wetterauer: Markus Klimesch aus Nidda und Diana Bednar aus Bad Vilbel.

Der Speaker-Slam ist ein Rednerwettstreit. So wie bei den beliebten Poetry-Slams um die Wette gereimt oder gerappt wird, messen sich beim Speaker-Slam Redner mit ihren persönlichen Themen gegeneinander. Die besondere Herausforderung: Der Sprecher hat nur vier Minuten Zeit, sein Publikum mitzureißen und zu begeistern. Einen Vortrag so zu kürzen und trotzdem alles zu sagen, was wichtig ist, und sich dann noch mit seinem Publikum zu verbinden, das ist wohl die Königsklasse im professionellen Speaking. Nerven wie Drahtseile brauchen die Teilnehmer sowieso, denn nach genau vier Minuten wird das Mikrofon ausgeschaltet.

Weltrekord mit Wetterauern: Jury sitzt hinter Plexiglas

Eigentlich ist der Speaker-Wettbewerb international. New York, Wien, Frankfurt, München - dieses Jahr wurde er trotz Corona in Wiesbaden ausgetragen. 72 Finalisten waren dabei. Damit haben die Finalisten einen Weltrekord aufgestellt.

240 Sekunden haben die Redner auf der Bühne Zeit, um die Jury und das Publikum von ihren Themen zu überzeugen. Markus Klimesch aus Nidda hat über Personalbeschaffung gesprochen. Diana Bednar aus Bad Vilbel, über Resilienz, also mentale Widerstandskraft.

In Corona-Zeiten war alles etwas anders: Gesprochen wurde in einem Hotel und dem dortigen größten Saal. »Zwischen den Sitz- und Publikumsplätzen war viel Platz. Die Jury saß hinter einer Plexiglassscheibe, die Mikros musste sich jeder selber holen«, erzählt Diana Bednar im WZ-Gespräch.

Weltrekord mit Wetterauern: In 240 Sekunden auf den Punkt

Die Themenwahl lag bei den Slammern selbst. Sie schreiben ihre Texte eigenständig und mussten sich entscheiden, ob sie auf allgemeine gesellschaftliche Themen oder konkrete Fälle eingehen. »Die Herausforderung des Abends bestand darin, das Publikum und die Jury aus Autoren, Speakern und Unternehmern genau dort abzuholen, wo sie sind. Sie zu überzeugen und für das Thema zu begeistern - all das in nur in 240 Sekunden«, sagt Markus Klimesch. Er wohnt in Eichelsdorf ist Experte für Recruiting-Prozesse und Mitbegründer des Instituts praxisorientierter Unternehmer (I-p-U).

Diana Bednar aus Bad Vilbel, ist, wie sie sagt, Expertin für mentale Widerstandskraft. Sie hat am Ende sogar Veranstalter und Buchautor Hermann Scherer zum Niederknien gebracht.

Trotz ihrer weit fortgeschrittenen Schwangerschaft hat sie an diesem Speaker-Slam teilgenommen. In ihrem bald erscheinendem Buch mit dem Titel »Natürlich kann ich das« beschreibt sie, wie Menschen es schaffen, auch in schwierigen Zeiten und Krisenmomenten ihre mentale Widerstandskraft zu aktivieren und daran zu wachsen. Gerade in Corona-Zeiten sei dies ein großes Thema.

Klimesch aus Nidda und Bednar aus Bad Vilbel haben sich übrigens beim aktuellen Wettbewerb kennengelernt und sich länger unterhalten. »Schließlich haben wir unsere Visitenkarten ausgetauscht. Wenn schon mal zwei Wetterauer dabei sind, muss man auch Kontakte knüpfen«, freut sich Klimesch.

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