Landrat Jan Weckler (r.) informiert sich bei Anja Blum und Christian Knickel vom Fachdienst "Schul-IT und Einrichtungen" zur IT-Bestandsaufnahme in einem Klassenraum der John-F.-Kennedy-Schule in Bad Vilbel. 	FOTO: PRW
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Landrat Jan Weckler (r.) informiert sich bei Anja Blum und Christian Knickel vom Fachdienst »Schul-IT und Einrichtungen« zur IT-Bestandsaufnahme in einem Klassenraum der John-F.-Kennedy-Schule in Bad Vilbel. FOTO: PRW

Interaktive Schultafeln sollen kommen

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Wetteraukreis (pdw). Das digitale Lernen für Schüler wird immer wichtiger. Nicht nur im aktuellen, zweiten Lockdown. Ein entscheidendes Element für die technische Weiterentwicklung in Sachen Digitalisierung ist der Medienentwicklungsplan des Wetteraukreises. Um zu sehen, wo was gebraucht wird, besuchte Landrat Jan Weckler kürzlich Wetterauer Schulen. Eine davon war die John-F.-Kennedy-Schule in Bad Vilbel.

Bereits seit gut einem Jahr arbeitet die Kreisverwaltung an der Umsetzung des Bundesprogramms DigitalPakt Schule, durch das der Wetteraukreis nach eigenen Angaben mehr als 19 Millionen Euro für die digitale Ausstattung der Schulen erhält.

Der Wetterauer Kreistag hatte bereits im August 2020 beschlossen, dass diese Mittel für den flächendeckenden WLAN-Ausbau sowie für Anzeige- und Interaktionsgeräte (Interaktive Schultafeln) in den Klassenräumen eingesetzt werden sollen.

Die konkrete Umsetzung sowie das Ausstattungs- und Betriebskonzept der Schulen wurde im Dezember mit dem Medienentwicklungsplan 2020 bis 2024 vom Kreistag beschlossen.

Im Medienentwicklungsplan sind der kontinuierliche Austausch der Hardware, die Nutzung privater Endgeräte, die Einbindung des Landesportals sowie die Verbesserung der Fortbildung für Lehrkräfte enthalten. Ein gleichmäßiges Ausstattungsniveau aller Wetterauer Schulen werde dabei angestrebt. Dafür sollen jährlich durchschnittlich rund 4,7 Millionen Euro investiert werden, teilte der Kreis mit.

Von Kabeln und Steckdosen

Parallel wurde damit begonnen, die einzelnen Schulen zu begehen, um festzustellen, wo und wie die Kabel für das flächendeckende WLAN verlegt werden können, welchen Platz die interaktiven Schultafeln erhalten können und den Platz neuer Steckdosen festzulegen. Landrat und Schuldezernent Jan Weckler erläutert: »Insgesamt müssen Bau- und IT-Fachleute rund 2600 Räume an den Wetterauer Schulen begutachten. Nach derzeitigen Planungen sollen die ersten Wetterauer Schulen im zweiten Schulhalbjahr mit den interaktiven Schultafeln ausgestattet werden. »Gerade in der Corona-Pandemie wäre ein noch schnellerer Ausbau mit flächendeckendem WLAN wünschenswert«, so Weckler.

Seit den ersten Schulschließungen im März hätten die Experten im zuständigen Fachdienst des Wetteraukreises schnell und unkompliziert, kurzfristige Lösungen für die Schulen geschaffen. Das betreffe zum Beispiel die Einrichtung eines Videokonferenztools auf der Lernplattform wtkedu.

Durch Unterstützung des Landes konnte der Kreis kurzfristig 2300 iPads anschaffen, welche die Schulen als Leihgeräte bei Bedarf ausgeben können«, erläutert Weckler.

Das Lernen im aktuellen Lockdown zu Hause bedeute eine erneute Herausforderung für alle Beteiligten und stelle Herausforderungen an die Ausstattung. »Auch unabhängig von Corona wird WLAN und die Nutzung privater Endgeräte in der Schule die Zukunft sein«, sagte Weckler abschließend.

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