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Oliver Eissing (l.) zeigt Landrat Jan Weckler das neue Begrünungskonzept des Wolfgang-Ernst-Gymnasiums in Büdingen.

Insektenfreundliche Grünflächen

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Wetteraukreis (prw). Sanierungen, Erweiterungen, Umbau, Rückbau, Einbau, Neubau, Renovierungen und Reparaturen - zu tun gibt es immer etwas, besonders in der Ferienzeit. 85 Schulen mit insgesamt 400 Gebäuden betreut der Fachbereich Bildung und Gebäudewirtschaft der Wetterauer Kreisverwaltung. Landrat und Schuldezernent Jan Weckler hat sich in der schulfreien Zeit vor Ort über den Fortschritt einzelner Baumaßnahmen informiert.

Verlust der Vielfalt entgegenwirken

Der Schulleiter des Wolfgang-Ernst-Gymnasiums in Büdingen, Oliver Eissing, hat Weckler das vom Arbeitskreis Soziale Verantwortung entwickelte Begrünungskonzept »Wir Erleben Grün« vorgestellt. Ziel des Konzepts ist es, dem massiven Verlust biologischer Vielfalt entgegenzuwirken und einen Beitrag zum Natur- und Artenschutz zu leisten, wie der Kreis in einer Pressemitteilung berichtet. Dafür seien Schulgelände besonders geeignet. Mit der Einbindung von Schülern in die bewusste Gestaltung im Sinne des Natur- und Artenschutzes könnten Multiplikatoreffekte mit langfristiger Wirkung erzielt werden.

Auch die Schulgemeinde könne durch die Umsetzung solcher Konzepte profitieren, etwa durch die Schaffung neuer Lernorte. Mit der ansprechenden Gestaltung des Schulgeländes vertiefe sich die Identifikation der Schüler und der Lehrkräfte mit der Schule. Zusätzlich werde das Zusammengehörigkeitsgefühl der Schulgemeinde gestärkt. Der Wet- teraukreis sei bei der Gestaltung von Schulgeländen schon lange auf einem Weg zur Extensivierung, wie es in der Mitteilung heißt.

»Dauerndes Mähen ist kontraproduktiv, und der schulbetriebliche Bauhof des Kreises hat hier schon gute Konzepte entwickelt. Tatsächlich läuft man auf dem weiträumigen Schulgelände auf ›Akzeptanzstreifen‹ zwischen kniehohem Bewuchs, überall grünt und blüht es, viele Insekten nutzen diesen Lebensraum und lassen sich hier bestens beobachten. Die Vielzahl der Pflanzen und die Vielfalt der unterschiedlichen Gewächse und Lebewesen sind wirklich wunderbar. So wird zum einen ein wirksamer Beitrag zum Umweltschutz geleistet und dieser zum zweiten auch für die Schüler erlebbar«, erklärt Weckler.

Schulleiter Oliver Eissing meint dazu: »Wenn es sich für eine Schule anbietet, die so schön am Stadtrand liegt wie die unsere, dann ist es schön, wenn ein Begrünungskonzept auch entsprechend umgesetzt werden kann. Damit geht auch ein Bildungsauftrag einher, denn die Schüler müssen Beispiele sehen, um es dann später vielleicht ähnlich gut zu machen.«

Regelmäßiges Mähen nicht nötig

Landrat Weckler unterstreicht, dass man sich bereits seit Längerem darum bemühe, an allen Schulen des Kreises insektenfreundliche Grünflächen zu gestalten. »Nicht alle Flächen müssen regelmäßig gemäht werden. Wir lassen Flächen stehen, damit Diversität auch auf den Schulflächen wieder stärker sichtbar wird. Das Beispiel am Wolfgang-Ernst-Gymnasium ist absolut gelungen und gut umgesetzt. Da gilt mein besonderer Dank auch unserem schulbetrieblichen Bauhof, der viel Know-how und Arbeitskraft eingebracht hat.«

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