Impfstoff fehlt

Impfzentrum in Büdingen immer noch nicht ausgelastet

  • vonRedaktion
    schließen

Landrat Jan Weckler hat sich zur aktuellen Impfstrategie im Wetteraukreis geäußert. Im Impfzentrum werden rund 350 Menschen pro Tag geimpft - möglich wären 1000, doch es fehlt Impfstoff.

Im Büdinger Impfzentrum werden derzeit rund 350 Impfungen am Tag durchgeführt. Das teilte Landrat Jan Weckler mit. »Wir hätten deutlich mehr Kapazitäten, allerdings fehlt nach wie vor der Impfstoff.« Die mobilen Impfteams würden teilweise in Büdingen eingesetzt, weil die nötigen Dosen fehlen, um sie dezentral auszugeben.

Für die kommenden 14 Tage sei die Anlieferung von 4000 weiteren Impfdosen angekündigt. Hierfür gebe es schon ausreichend Termine von Impfberechtigten, sagt Weckler. Parallel würden Menschen hoher Priorisierung mit besonderem Bedarf und ärztlichem Attest geimpft.

Am vergangenen und kommenden Wochenende würden Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Arztpraxen geimpft. »Bis Ende März sollen dann Beschäftigte in Grund- und Förderschulen sowie von Kindertageseinrichtungen die Möglichkeit erhalten, geimpft zu werden«, sagt Weckler. Dabei würden alle Beschäftigten berücksichtigt - also nicht nur Lehrkräfte, Erzieherinnen und Erzieher, sondern zum Beispiel auch Hausmeister, Sekretärinnen oder Hilfskräfte.

Die mobilen Impfteams hätten jetzt nahezu alle Bewohner in Alten- und Pflegeheimen geimpft. »Teilweise mussten diese Impfungen in der Vergangenheit wegen akuter Ausbruchsgeschehen verschoben werden«, sagt der Landrat. Spätestens Mitte März sollen dann alle Bewohner, die dies möchten, ihre Erst- und Zweitimpfung erhalten haben.

Moderna-Lieferung verzögert sich

Nach Abschluss der Impfungen in den Alten- und Pflegeeinrichtungen sei für die mobilen Impfteams bereits der nächste Einsatz geplant - »orientiert immer an der Verfügbarkeit von Impfstoff«. So sollen künftig Einrichtungen für Menschen mit Behinderung, der Tagespflege oder Betreutes Wohnen aufgesucht werden, »weil hier sehr schnell viele Menschen der vulnerablen Gruppen auf einmal geimpft werden können«, erklärt Weckler. »Dennoch müssen wir aktuell noch damit leben, dass der limitierende Faktor der fehlende Impfstoff ist.« So sei etwa für vergangene Woche eine Lieferung mit dem Impfstoff Moderna angekündigt gewesen. »Die Lieferung wurde um eine Woche verschoben und die angekündigte Menge um die Hälfte gekürzt.«

Unabhängig davon seien die Planungen für die dezentrale Abgabe des Impfstoffs vom Wetterauer Gesundheitsamt längst aufgenommen worden. Sie könnten aber nur umgesetzt werden, wenn auch ausreichend Impfstoff zur Verfügung stehe.

»Es macht keinen Sinn, kurzfristig falsche Erwartungen zu wecken, die dann nicht eingehalten werden können«, sagt Weckler. »Langfristiges Ziel ist es, die Impfungen zu dezentralisieren, am besten auf die Hausarztpraxen.« Mit der Impfung deren Beschäftigter werde ein erster wichtiger Schritt getan.

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare