Amtsarzt Dr. Reinhold Merbs erläutert den Ärztinnen und Ärzten die Arbeit im Impfzentrum.
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Amtsarzt Dr. Reinhold Merbs erläutert den Ärztinnen und Ärzten die Arbeit im Impfzentrum.

Gegen das Coronavirus

Impfen gegen Corona: Mit mobilen Teams geht es in der Wetterau los

  • vonred Redaktion
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Das Impfezentrum in Büdingen steht, doch bevor dort geimpft wird, sind mobile Teams in der Wetterau unterwegs. Hier gibt es viel Wissenswertes zum Thema Impfen im Wetteraukreis.

Der Wetteraukreis steht in den Startlöchern für die ersten Impfungen. Da zunächst nur geringe Mengen des Impfstoffs zur Verfügung stehen, werden die ersten Impfungen von mobilen Teams vorgenommen, wie es in einer Pressemitteilung aus der Kreisverwaltung heißt. "Gemäß Vorgaben von Bund und Land auf Basis der Empfehlungen der Ständigen Impfkommission wird in Alten- und Pflegeeinrichtungen sowie in Krankenhäusern mit der Impfung begonnen."

Der Wetteraukreis habe in den vergangenen Wochen auf Hochtouren daran gearbeitet, ein Impfzentrum aufzubauen, Personal zu gewinnen und mobile Impfteams zu bilden. Das Impfzentrum des Wetteraukreises in Büdingen stehe nun bereit, in den vergangenen Tagen habe das Land die benötigte Computer-Ausstattung geliefert. Eine Generalprobe der Abläufe habe am Dienstag stattgefunden, auch medizinisches Personal sei bereits in die Aufgaben eingeführt worden.

2000 Dosen für Kreis bis Jahresende

"Anders als anfänglich geplant, soll es aber in den Impfzentren nicht schon am 27. Dezember losgehen. Dafür sei die gelieferte Impfmenge zu gering. Daher werden wir mit mobilen Teams beginnen, zunächst das Personal und Bewohnerinnen und Bewohner von Alten- und Pflegeheimen sowie das Personal in Kliniken zu impfen", erläutert Landrat Jan Weckler. Die Priorisierung erfolgt dabei nach der Impfverordnung des Bundes (ImpfVO).

Derzeit sind im Wetteraukreis viele Alten- und Pflegeheime vom Coronavirus betroffen. In Einrichtungen der Altenpflege, in denen bereits mehrere Bewohner erkrankt sind, wird zunächst nicht geimpft. "Das kann zu unerwünschten Nebenwirkungen führen. Dieses Risiko können wir den Patientinnen und Patienten nicht zumuten", erläutert Amtsarzt Dr. Reinhold Merbs. Für alle übrigen Personen gilt: "Nach den Erfahrungen der letzten Monate sind Impfreaktionen kaum zu erwarten, außer leichten Schmerzen an der Einstichstelle." Merbs und Weckler empfehlen daher allen Menschen, sich impfen zu lassen, sobald genügend Impfstoff vorhanden ist und sie an der Reihe sind.

Das Land Hessen hat zwischenzeitlich mitgeteilt, wie viele Impfdosen nach aktuellem Stand in den ersten Tagen der Impfkampagne an den Wetteraukreis geliefert werden. "Bis Ende des Jahres erhalten wir demnach rund 2000 Impfdosen", berichtet Landrat Weckler. "Die verfügbare Menge an Impfstoff wird in den kommenden Tagen und Wochen der entscheidende Faktor für das weitere Vorgehen sein."

Auch Gießen für Wetterauer wichtig

Entsprechend hat das Land Hessen angekündigt, dass, sobald etwas mehr Impfstoff zur Verfügung steht, in einer zweiten Phase neben den mobilen Impfteams hessenweit zunächst sechs Impfzentren hochgefahren werden. Diese sogenannten Regional-Impfzentren in Kassel, Gießen, Fulda, Frankfurt, Wiesbaden und Darmstadt werden nach aktuellem Stand im Februar ihre Arbeit aufnehmen. Nach den mobil geimpften Personengruppen zählen zur höchsten Priorität auch Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Rettungsdienste, der ambulanten Pflegedienste und alle weiteren Personen ab dem 80. Lebensjahr.

Alle weiteren Impfzentren sollen je nach Verfügbarkeit des Impfstoffs erst in einer dritten Phase, per eigenem Einsatzbefehl des Landes, in Betrieb genommen werden. Dann wird voraussichtlich die Impfung auch auf weitere Prioritätsgruppen gemäß Impfverordnung des Bundes ausgeweitet werden können. In den Regional-Impfzentren sollen zwischenzeitlich Impfungen auch für die umliegenden Kreise, aufgeteilt nach Krankenhaus-Versorgungsgebieten, mit durchgeführt werden. Für Wetterauer, die zu der entsprechenden Gruppe gehören, bedeutet dies, dass nach aktuellem Stand zunächst eine Impfung im Impfzentrum in Gießen möglich sein wird.

Hotline und Portal für die Anmeldung

Sobald die Regional-Impfzentren öffnen, haben diese Personen die Möglichkeit, ihren persönlichen Impftermin über eine bundesweit einheitliche Hotline oder über ein Anmeldeportal im Internet zu vereinbaren. Hotline und Online-Anmelde-Portal werden vom Bund einheitlich für ganz Deutschland zur Verfügung gestellt. Für die konkrete Terminvergabe ist das Land Hessen zuständig. Das heißt auch: Derzeit ist noch keine Terminvereinbarung zur Impfung möglich, Hotline und Online-Anmelde-Portal sind noch nicht aktiviert. Der Wetteraukreis sei bei der Terminvergabe explizit nicht beteiligt und habe auch keinen Einfluss darauf, welche Personen zu welchem Zeitpunkt einen Impftermin erhalten, heißt es in der Pressemitteilung

"Auch wenn wir derzeit noch nicht wissen, wann genügend Impfstoff zur Verfügung steht und wann das Impfzentrum in Büdingen öffnen kann, bin ich froh, dass nun auch im Wetteraukreis mit den Impfungen begonnen wird", betont Landrat Weckler. "Bundesweit wird nun mit der größten Impfaktion in der Geschichte gestartet. Sicher wird am Anfang nicht alles glatt gehen. Viele von uns werden sich außerdem noch längere Zeit gedulden müssen, bis wir einen Termin zum Impfen erhalten." FOTO: PRW

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