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Der Immobilienmarktbericht 2020 für die Wetterau und den Main-Kinzig-Kreis sind veröffentlicht worden.

Aktueller Bericht

Immobilien Wetterau: Umsatz und Preise steigen - Eine Stadt klarer Spitzenreiter

  • Bernd Klühs
    vonBernd Klühs
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Der aktuelle Bericht des Gutachterausschusses für den Wetterau- und Main-Kinzig-Kreis liegt vor. Demnach steigen die Immobilienpreise und der Umsatz weiter.

Der Immobilienmarkt in der Wetterau präsentiert sich stabil, die Preise steigen leicht an. Das ergibt eine Auswertung von rund 10 000 Kaufverträgen im Main-Kinzig- und Wetteraukreis, die im Immobilienmarktbericht 2020 des beim Amt für Bodenmanagement angesiedelten Gutachterausschusses zu finden ist. Der Umsatz steigt im Vergleich zum Vorjahr erneut leicht an und liegt nach Angaben des Gutachterausschusses bei 2,4 Milliarden Euro. Den größten Anteil machen dabei Verkäufe von Ein- und Zweifamilienwohnhäusern sowie von Baugrundstücken aus.

Der Bericht erscheint jedes Jahr und gibt unter anderem Aufschluss über die Entwicklung des Immobilienmarkts im vergangenen Jahr. 2019 wurden Immobilien im Main-Kinzig- und Wetteraukreis mit einer Gesamtfläche von 1610 Hektar - das entspricht einer Fläche von rund 2254 Fußballfeldern - mit einem Gesamtwert von 2,4 Millionen Euro umgesetzt. In der Wetterau ist sowohl bei Grundstücks- als auch bei Hausverkäufen die Stadt Bad Vilbel eindeutiger Spitzenreiter. Beide Kategorien zusammengerechnet, wurden hier 2019 rund 227 Millionen Euro umgesetzt. Mit gehörigem Abstand auf Platz zwei folgt Bad Nauheim mit knapp 102 Millionen Euro.

Preisveränderungen werden nach Ansicht der Experten grundsätzlich durch Angebot und Nachfrage bestimmt. Der Bericht enthält für jede Kommune Auswertungen zu den Verkäufen von Bauland und Einfamilienhäusern. »In einigen Orten war die Nachfrage deutlich höher als das Angebot. Deshalb weichen manche Kaufinteressenten auf Angebote in benachbarten Stadt- und Ortsteilen aus. Dies wirkt sich neben anderen Einflüssen auf den durchschnittlichen Quadratmeterpreis aus«, berichtet der Ausschuss.

Immobilienpreise Wetterau: Einfamilienhaus um fünf Prozent teurer

2019 wurden mehr gebrauchte Ein- und Zweifamilienhäuser verkauft und teurer gehandelt als 2018. Für ein Referenzobjekt - Einfamilienhaus Baujahr 1975 mit 120 Quadratmeter Wohnfläche, 500 Quadratmeter Grundstück und einem Bodenwert von 250 Euro pro Quadratmeter - musste im Schnitt fünf Prozent mehr bezahlt werden als im Vorjahr. »Das ist nur ein Schluss, der aus dem Immobilienmarktbericht 2020 zu ziehen ist«, erläutert Dr. Andreas Schweitzer, Vorsitzender des Gutachterausschusses für Immobilienwerte.

Der aktuelle Bericht beinhaltet nach Angaben von Walter Liehs, Fachbereichsleiter für die Immobilienwert-Ermittlung im Amt für Bodenmanagement Büdingen, Detailinformationen für viele Marktteilnehmer. Er ermöglicht eine Orientierung im Preisgefüge, zeigt Vergleiche auf - und erfüllt nicht zuletzt die gesetzliche Forderung nach einem transparenten Markt. Die Ergebnisse der Auswertungen fließen in den Immobilienpreis-Kalkulator ein, der für Standardobjekte jedem Nutzer gebührenpflichtig unter www.gutachterausschuss.hessen.de zur Verfügung steht. Ein weiteres Ergebnis dieser Auswertungen ist der ebenfalls gebührenpflichtige Mietpreiskalkulator für Wohnungen. Er ist auf derselben Internetseite zu finden oder kann bei der Geschäftsstelle des Gutachterausschusses erworben werden. Dort ist auch der Marktbericht erhältlich.

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