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Wasser ist nicht nur als Durstlöscher bestens geeignet, sondern entfaltet in der Lehre von Sebastian Kneipp auch heilende Wirkung - wie etwa beim Wassertreten. SYMBOLFOTO: DPA

Im Zeichen des Wassers

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Wetteraukreis (prw). Die Vereinten Nationen haben den 22. März zum Weltwassertag erklärt. Zu diesem Tag werden die Menschen dazu aufgerufen, sich Gedanken über die lebenswichtige Bedeutung von Wasser und seinem Wert zu machen. Denn Wasser bildet die Grundlage allen Lebens und ist das Lebensmittel Nummer eins. »Wir in der Wetterau profitieren von besonders wertvollem Wasser und sollten dieses kostbare Gut schützen und schätzen«, sagte Landrat Jan Weckler in einer Pressemitteilung des Kreises zum am gestrigen Montag über die Bühne gegangenen Aktionstag.

Das Besondere: In diesem Jahr fiel der Weltwassertag zusammen mit den bundesweiten Aktionstagen zum 200. Geburtstag des »Wasserdoktors« Sebastian Kneipp. Der wusste schon vor mehr als 150 Jahren, dass Wasser mehr kann, als »nur« den Durst zu löschen. Schließlich sorge Wasser dafür, dass Nährstoffe und Hormone transportiert werden. Aber auch in der äußeren Anwendung habe das Element seinen Platz in der Gesundheitsprävention erlangt. Als Guss oder Wassertreten kurbele es die Durchblutung und Fettverbrennung an und stärke das Immunsystem.

Dass Wasser und Kneipp im Wetteraukreis eine besondere Stellung einnehmen, zeigt das »Kneipp Bäder 3Eck Wetterau«, dessen Dach die Städte Bad Nauheim, Bad Salzhausen und Bad Vilbel bilden. Aber auch in Butzbach, Ortenberg und Büdingen gibt es themenspezifische Angebote innerhalb des Projektes. »Mit dem ›Kneipp Bäder 3Eck« wollen wir uns touristisch neu aufstellen und die Wetterau zur Vital-Region machen«, erklärt Weckler. »Dabei kooperieren wir eng mit den regionalen Kneipp-Vereinen. Denn ihr Know-how, ihr Engagement und ihre Kneipp-Angebote machen sie zu leistungsstarken Partnern, wenn es darum geht, Kneipp als ganzheitlichen Ansatz für eine gesündere Lebensweise in der Region zu etablieren.«

Hautnah erleben

Das Kneipp’sche Element Wasser zeige sich nicht nur in den zahlreichen Flüssen der Wetterau, sondern lasse sich an den Heilquellen und Trinkbrunnen der traditionsreichen Badestädte, in der Justus-von-Liebig-Therme in Bad Salzhausen, auf Wasserspielplätzen sowie an diversen Wassertret- und Armbecken der Region hautnah erleben.

Seit jeher hätten Wasser und die natürlichen Heilquellen für Bad Nauheim, Bad Salzhausen und Bad Vilbel eine große Bedeutung, denn seit Anfang des 19. Jahrhunderts würden sie in Kuraufenthalten zur Heilung eingesetzt. Heute luden die weitläufigen Kurparkanlagen und das Angebot an heilenden Einrichtungen dazu ein, das Element Wasser und seine belebende Wirkung auf den Körper für sich wiederzuentdecken. Außerdem würden in den drei Kneipp-Vereinen heute umfangreiche Wasser-Erlebnisse à la Sebastian Kneipp angeboten.

Genug trinken

Eine ausreichende Wasserversorgung im menschlichen Körper verhindere zudem Störungen im Blutkreislauf und beim Stoffwechsel. Wasser helfe dabei, die Körpertemperatur zu regulieren. Wer zu wenig trinke, leide an Kopfschmerzen, Müdigkeit, Muskelkrämpfen, Gelenkschmerzen, Stimmungsschwankungen und Konzentrationsschwächen. Eine Faustregel laute, etwa zweieinhalb Liter Flüssigkeit pro Tag zu sich zu nehmen, um fit zu bleiben. Übrigens: Auch Leitungswasser enthalte Mineralien, aber um den Tagesbedarf an Mineralstoffen abzudecken, solle sich ein Mensch ausgewogen und abwechslungsreich ernähren.

Neben dem Tag des Wassers und dem Tag der Ernährung, der am 7. März stattfand, plant der Wetteraukreis im Kneipp-Jubiläumsjahr am 15. August den Tag der Heilkräuter und am 10. Oktober den Tag der seelischen Gesundheit zu begehen. Weckler: »Wir hoffen, dass die Pandemie-Lage es zulässt, dass wir dann Aktionen stattfinden lassen können.«

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