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Fünf wetterfeste Müll-Sammler in Aktion.

Im Einsatz für die Sauberkeit »In der Höll«

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Friedberg (pm). Wo Abfall liegt, kommt schnell noch mehr dazu. So kann man es immer wieder feststellen auf dem Weg »In der Höll« in Friedberg-Fauerbach. Dieser Verbindungsweg wird auch von den Kindern der Grundschule benutzt, die täglich am Müll vorbeilaufen müssen.

Helmut Weidemann, Pastor im Ruhestand, und seine Frau Inge, die häufig dort vorbeigehen, haben schon hin und wieder einiges Weggeworfene eingesammelt und in ihrer privaten Restmülltonne entsorgt. Die Eheleute sind engagierte Christen und möchten gern in ihrem Umfeld ganz praktisch positive Impulse geben. So nahmen sie auch teil am E-Kultur-Tag, der kürzlich in der Freien evangelischen Gemeinde (FeG) Friedberg stattfand. Da wurden sie motiviert, ein konkretes Zeichen zu setzen, um Gottes Schöpfung zu bewahren und deutlich zu machen, dass Christsein nicht nur am Sonntag erkennbar sein soll.

Die Idee zu einer Müll-Sammel-Aktion in der Umgebung bot sich als praktisches Beispiel an. Es fanden sich auch schnell einige engagierte Helferinnen aus der Nachbarschaft. Valentina Gorte, die jeden Tag diesen Weg benutzt, sagte: »Ich ärgere mich immer, wenn ich sehe, wie viel Müll hier hingeworfen wird!« Und Grundschullehrerin Brunhilde Hilberg gab zu bedenken: »Wenn die Kinder sich daran gewöhnen, dass so viel Abfall herumliegt, denken sie, es sei ganz normal, seinen Müll auf den Weg oder ins Gebüsch zu werfen.« Auch Anwohner der Straße »In der Höll« unterstützten das Engagement.

Vom Altöl bis zur Buddha-Figur

Während der Planung dieser Aktion erfuhren die Initiatoren aus der Wetterauer Zeitung, dass die Stadt Friedberg solche Bemühungen der Bürger unterstützt. Das gab dem Ehepaar Weidemann und den Helferinnen noch zusätzliche Ermutigung und die Überlegung für eine Sauberkeitspatenschaft. Holger Kopsch von der Stabstelle »Sauberes Friedberg« zeigte sich am Telefon erfreut über die geplante Aktion und veranlasste, einige Greifzangen, Handschuhe und Müllbeutel zur Verfügung zu stellen.

Am Samstag machten sich fünf wetterfeste Müllsammler engagiert ans Werk. Sie fanden neben vielem Abfall am Wegesrand und im Gebüsch auch eine Kaffeemaschine, Möbelteile, ein Kinderfahrzeug, eine Puppe, Behälter mit Altöl, Medikamente, CDs, Porzellan und Deko-Sachen (Vasen, Engel- und Buddha-Figuren) und vieles mehr. Die zahlreichen Flaschen von alkoholischen Getränken wurden gleich von einer Mitarbeiterin in einem Glas-Container entsorgt. Nach einer Stunde waren neben gesammelten großen Einzelteilen auch vier blaue Müllsäcke voll.

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