Identitäten im Kunstverein

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Friedberg(pm). Die Ausstellung "identities" im Kunstverein Friedberg (KVFB) wird sich ab Freitag, 28. August, mit nationalen und internationalen künstlerischen Positionen zum Thema Identitäten befassen. Eröffnet wird die Schau mit einer Vernissage um 19 Uhr.

Wie verhält es sich wirklich mit der Akzeptanz der freiheitlichen Entwicklung individueller Identität in Gesellschaften? Dies ist eine zentrale Frage, der die Ausstellung "identities" nachgegangen wird.

Im Jahr 1949 erschien Simone de Beauvoirs zweibändige Studie Le Deuxième Sexe (deutscher Titel: Das andere Geschlecht) als erste sozialwissenschaftliche Untersuchung, die die Kategorie ›Geschlecht‹ konsequent unterteilte in Biologie und Gesellschaft. Damit war der Grundstein gelegt für die spätere Frauen- und Geschlechterforschung.

Seitdem ist gesellschaftlich viel passiert, und in vielen Verfassungen ist die Gleichstellung von Mann und Frau erreicht. Medizinisch ist es möglich geworden, das phänotypische Geschlecht zu ändern. Tradierte Familienmodelle werden erweitert durch neue Formen des Zusammenlebens von Männern, Frauen und Kindern. Die Kategorie "divers" gilt seit 2017 als Möglichkeit eines dritten Geschlechts im Personenstandsrecht.

Gezeigt werden Arbeiten von Luciano Castelli (Schweiz), Umberto Ciceri (Italien), Micha Kähne (Deutschland), Jörg Mandernach (Deutschland), Mel Ramos (USA), Bettina Rheims (Frankreich), Robert Rodger (USA/Deutschland), Elfie Semotan (Österreich), Anna Uddenberg (Schweden) und Andy Warhol (USA).

Die Schau ist zu sehen bis Sonntag, 27. September; Öffnungszeiten sind Dienstag bis Sonntag von 15 bis 18 Uhr.

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