Hospizdienste sind weiterhin erreichbar

  • vonRedaktion
    schließen

Wetteraukreis (pm). Auch nach den aktuellen Lockerungen gelten aufgrund der Corona-Pandemie noch immer stark einschränkende Kontakt- und Besuchsregeln. Das treffe besonders die Pflegeeinrichtungen, aber auch die Hospizarbeit und Palliativversorgung.

Diese Beschränkungen stellen laut Deutschen Hospiz- und Palliativ-Verband (DHPV) infrage, ob Sterbende in Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen, aber auch im eigenen Zuhause so betreut werden können, wie sie es sich wünschen: medizinisch und pflegerisch gut versorgt, vor allem aber nicht einsam. Begleitet werden können sie durch die eigenen Angehörigen und unterstützt durch ehrenamtliche Hospizbegleiter, seelsorgerisch Tätige, psychologische oder physiotherapeutische Fachkräfte oder den Sozialdienst.

Winfried Hardinghaus, Vorsitzender des DHPV, sagt: »Keiner möchte, dass sich die Pandemiekrise verstärkt und dass wieder restriktivere Maßnahmen zur Anwendung kommen müssen, weil die Lockerungen zu früh sind. Trotzdem ist es gerade jetzt an der Zeit, bei so viel Schutz wie nötig so viel Begleitung wie möglich zu fordern.«

Auch die ambulanten Hospizdienste sind in ihrer zentralen Tätigkeit, schwerstkranke und sterbende Menschen und deren An- und Zugehörige zu begleiten, weiterhin eingeschränkt. Zurzeit wird die direkte Begleitung zwar durch E-Mails, Online-Chats, Postkarten und Telefonate ersetzt, trotzdem steht die aktuelle Situation im Gegensatz zur Grundüberzeugung der Hospizbewegung, nämlich, so Hardinghaus: »Dass niemand alleine sterben muss, sondern begleitet von Mitmenschen und eng an den Bedürfnissen am Lebensende.«

Die Wetterauer Hospiz-Vereine sind weiter telefonisch erreichbar: Friedberg 0 60 31/7 72 76 33, Bad Nauheim 0 60 32/92 75 68, Büdingen 01 51/10 70 32 68, Karben 0 60 39/9 39 87 38 und Bad Vilbel 0 61 01/60 48 90.

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare