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Der wiedergewählte Vorstand der Stadtkapelle Friedberg: (oben v. l.) Tjark Thomas, Detlef Zemann, Carsten Denkler und Sandra Nitschkowski, (unten v. l.) Sigrun Homola, Lisa Höhmann, Anke Lorych. Auf dem Bild fehlen Dieter Lohfink und Julia Heckmann.

Hoffen auf freies Musizieren

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Friedberg (pm). Vereinsarbeit zu Zeiten von Corona ist für alle Vereine schwer, und die Probleme werden die Vereine eine Zeit lang weiterbeschäftigen. Vor allem für Musiker seien die Einschränkungen sehr hart und restriktiv. Zu dieser Erkenntnis kamen die Mitglieder der Stadtkapelle Friedberg in ihrer aktuellen Jahreshauptversammlung, berichtet der Verein.

Das habe sich schon darin gezeigt, dass mit der diesjährigen Zusammenkunft erstmals zwei Geschäftsjahre abgedeckt werden mussten, da vergangenes Jahr aufgrund der zahlreichen Einschränkungen kein Termin für die Versammlung gefunden wurde.

Die Musiker hörten zu Beginn der Hauptversammlung den Bericht eines sehr erfolgreichen und musikalisch aufregenden Jahres 2019, den der Vorsitzenden Carsten Denkler vorlegte. Man erinnerte sich, dass es mit dem Frühjahrskonzert im Mai, dem festlichen Konzert vor Weihnachten und sogar mit einem zweiten Platz im Wertungsspiel beim Deutschen Musikfest in Osnabrück sehr anspruchsvolle und erfolgreiche Auftritte gab.

Das Vereinsjahr 2020 sei noch sehr vielversprechend mit einem Auftritt beim Neujahrsempfang der CDU in Friedberg gestartet, habe dann aber abrupt mit dem Lockdown geendet. Keine Proben, kein Frühjahrskonzert - Unsicherheit prägte den Rest des Jahres. Im Sommer fanden einige Open-Air-Proben statt, solange das Wetter mitspielte. Proben in geschlossenen Räumen waren verboten, sie seien auch bis jetzt noch nicht vollumfänglich möglich. 35 von 50 Musikern dürfen gemeinsam proben. Ein mögliches Konzert sei unter anderem auch wegen der strengen Abstandsregeln nicht planbar.

Diese Unsicherheit habe sich auch im Bericht des Dirigenten Michael Meininger wiedergefunden. Viele Mitglieder fühlten sich von der Politik im Stich gelassen: »Es hat sich spätestens mit der Fußball-EM deutlich gezeigt, welche Prioritäten und Lobbys stärker von der Politik wahrgenommen und unterstützt werden - jedenfalls nicht die Künstler und Musiker.«

Vorstand bestätigt

Unter diesen Bedingungen sei die Vorstandswahl fast Nebensache gewesen. Der Bericht der Kassenprüfer für beide Finanzjahre bestätigte eine korrekte Führung, sodass die Mitglieder den Vorstand entlasteten. Das komplette Führungsteam stellte sich erneut zur Wahl und wurde im Amt bestätigt. Neu hinzu für den Bereich Jugend kam Lisa Höhmann, die die vakant gewordene Stelle bereits seit 2020 kommissarisch besetzt hat.

Die Versammlung wurde in der Hoffnung beendet, »dass sich die allgemeine Situation bald verbessert und man wieder die Freiheit hat, sich ungezwungen zum Musizieren zu treffen und das Ergebnis vor einem großen Publikum präsentieren kann«, so die Mitteilung des Vereins.

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