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Die Fotomontage zeigt die Skulptur, wie sie einmal auf dem »Plan«, der Dorfmitte von Ockstadt, stehen soll. FOTOMONTAGE: PV

Hoffen auf Feste im Jahr 2022

  • VonRedaktion
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Friedberg-Ockstadt (pm). Im nächsten Jahr wird die Arbeitsgemeinschaft der Ockstädter Ortsvereine (ARGE) seit 50 Jahren bestehen. Ihr gehören alle 17 Ortsvereine und die beiden Kirchengemeinden an. Ihr Motto lautet »Gemeinsam machen wir’s möglich«. Besonders in Pandemie-Zeiten ist genau das von großer Bedeutung.

Dieser Tage konnte Vorsitzender Oswald Jung die Vertreter aller Vereine im großen Saal des Bürgerhauses - den Hygieneregeln entsprechend - begrüßen. Sein besonderer Gruß galt der neu gewählten Ortsvorsteherin Stefanie Kipp, deren Vorgänger Günther Weil und dessen Vorgänger und heutigen Ehrenvorsitzenden Karl-Günter König.

In Jungs Jahresbericht gab es praktisch nichts zu berichten, denn 2020 konnten seitens aller Vereine keine Veranstaltungen angeboten werden. Alle Vereine hoffen nun, dass sich dies 2022 bessert, denn die meisten befinden sich in einer schwierigen Situation, da keine Gelder mehr eingehen - dies trifft besonders auf den Sportverein und die beiden Gesangvereine zu.

Hollarkapelle wird 300 Jahre alt

Unter dem Tagesordnungspunkt »Veranstaltungstermine« betonten alle Vereinsvertreter beim Verlesen ihrer Termine, dass unter Vorbehalt geplant werde. Niemand weiß, ob man schon im Februar Fasching feiern kann und was mit dem Tanz in den Mai sein wird. Geplant sind auch das Pfingstfest am Gerätehaus und seitens der beiden Gesangvereine ein Frühlingskonzert und ein Sommerkonzert. Zudem hofft man darauf, endlich mal das Theaterstück »Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer« im Jugendheim aufführen zu können.

Heiko Schuck, Vorsitzender des Hollarkapellenkulturvereins, teilte mit, dass die Hollarkapelle im nächsten Jahr seit 300 Jahren besteht und dies an Himmelfahrt nach dem Gottesdienst mit einem kleinen Fest gefeiert werden soll. Außerdem wird derzeit das Gelände umgestaltet, sodass dort viele Veranstaltungen im Freien angeboten werden können.

Skulptur statt Dorfbrunnen

Unter dem Punkt Verschiedenes zeigte Norbert Gröninger, Vorstandsmitglied des Geschichtsvereins, eine Präsentation. Um an das Festjahr 2017 zu erinnern, war auf dem »Plan« ein Dorfbrunnen vorgesehen gewesen. Dieses Projekt musste gestrichen werden, da sich die Kosten im hohen fünfstelligen Bereich bewegten. Also wurde ein kleiner Planungsausschuss gebildet, der sich Gedanken über eine Alternative für den »Plan«, die Dorfmitte von Ockstadt, machte. Der Ockstädter Grafiker und Künstler Albrecht Welkoborsky, den es beruflich an den Bodensee verschlagen hat, machte mehrere Entwürfe für eine Skulptur, über die der Ausschuss dann entschied. Den Zuschlag erhielt ein Granitblock, in dem zwei Cortenstahlplatten eingelassen werden, die auf das Ortsjubiläum hinweisen. In den Granitblock sind die Ortssymbole Kirche, Hollarkapelle und die Kirsche eingraviert. Die Skulptur wird im Boden einbetoniert, von einem Kiesbett umfasst, und sie soll nachts beleuchtet werden. Auch sind Sitzgelegenheiten geplant. Nun müssen noch verschiedene Hürden gemeistert werden, wie die Zusage der Stadtverwaltung, des Bauamts, der Verkehrsbehörde und so weiter. Dann kann es losgehen. Eine Einweihung ist für das erste Halbjahr 2022 geplant. Diese Präsentation fand die Zustimmung aller Vereinsvertreter.

Zu guter Letzt bedankte sich Oswald Jung bei Günther Weil mit einem Präsent. Weil hatte sich 13 Jahre lang in seiner Funktion als Ortsvorsteher immer für die Belange aller Vereine eingesetzt.

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