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Matthias Schäfer präsentiert einige der gespendeten Musikinstrumente.

»#StayWithMoria«

Hoffen auf den Publikumspreis für Friedberger Hilfsprojekt

  • VonHarald Schuchardt
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Das Projekt »#StayWithMoria« des Friedberger Burggymnasiums wirbt um Stimmen beim Deutschen Engagementpreis. Außerdem ist en Hilfstransport geplant.

Die Mitglieder des Projekts »#StayWithMoria«, das im November vergangenen Jahres am Friedberger Burggymnasium gestartet worden war, um die Geflüchteten auf den griechischen Inseln zu unterstützen, befindet sich im Endspurt-Modus. Das von Schülerinnen und Schülern des Leistungskurses »Politik-Wirtschaft« - kurz Powi-LK - der damaligen Jahrgangsstufe 13 initiierte Projekt wurde von der Aktion »demokratisch handeln« für den Deutschen Engagementpreis vorgeschlagen (diese Zeitung berichtete).

Dieser Preis ist der Dachpreis für freiwilliges Engagement; er wird im November verliehen. Um der Vielfalt des Engagements ein Gesicht zu geben, würdigt er engagierte Menschen, Initiativen, Unternehmen sowie öffentliche Verwaltungen in fünf Kategorien. Dazu kommt ein Publikumspreis - und für den wird derzeit heftig geworben.

Mit 10 000 Euro dotiert

»Wir haben noch Chancen auf den Publikumspreis, wenn wir die meisten Stimmen bekommen«, sagt Lehrer Matthias Schäfer, der Koordinator des Projekts, das im Juni bereits von »demokratisch handeln« ausgezeichnet worden ist. Der Publikumspreis ist mit 10 000 Euro dotiert. »Das Geld würde direkt den Geflüchteten zukommen«, erläutert Schäfer, der auf Unterstützung aus der ganzen Wetterau hofft. Schäfer schätzt, dass 5000 Stimmen für den Gewinn reichen könnten. Bis zum 20. Oktober kann man online unter https://www.deutscher-engagementpreis.de/nc/publikumspreis/jetzt-abstimmen abstimmen.

Erfolgreich war der Aufruf, Musikinstrumente für die Flüchtlinge in Griechenland zu spenden. Die erste Ladung mit Gitarren, Geigen, Rhythmus- und Blechinstrumenten wurde neulich auf den Weg gebracht Schäfer sagt: »Was jetzt noch nachtröpfelt, wird Anfang Oktober nachgeschickt.«

Am 9. Oktober geht es nach Griechenland

Zusätzlich werden Mitglieder von »#StayWithMoria« Hilfsgüter und Essensgutscheine im Gesamtwert von 30 000 Euro nach Griechenland bringen. »Endlich können wir hinfahren«, freut sich Schäfer. Durch die Corona-Pandemie waren geplante Termine mehrmals verschoben worden. Derzeit bereiten sich die Teilnehmer in Arbeitstreffen auf die Fahrt vor, die am Samstag, 9. Oktober, starten soll. Für später ist geplant, eine Dokumentation über das Gesamtprojekt und die derzeitige Lage vor Ort zu erstellen. »Damit wollen wir in Schulen und Kommunen gehen und hoffen, dass wir Nachahmer finden werden.«

Weitere Informationen, einschließlich Spendenkonto, gibt es auf der Internetseite www.staywithmoria.de, die weiterhin frei geschaltet ist und immer wieder aktualisiert wird. Die Geldspenden werden vom Verein ehemaliger Burgschüler des Burggymnasiums zweckgebunden für die Aktion verwaltet. Auf Wunsch werden entsprechende Spendenquittungen ausgestellt.

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