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Die "Fireflies" zeichnen in ihrer Lightshow immer neue Bilder.

Fasching

"Hochkarätiger Kokolores" bei Wetterfrösche-Sitzung in Dorheim

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  • Harald Schuchardt
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Die Dorheimer Wetterfrösche hatten zur "Sitzung mal anders" ins Bürgerhaus eingeladen. Geboten wurde eine närrisch-fröhliche Showsitzung.

"Mer mache heut’ mal alles anners", verkündeten Marvin Wagner und Marina Ermert, die am Samstagabend durch die zweite Sitzung der Dorheimer Wetterfrösche führten. Nach dem traditionellen Auftakt eine Woche zuvor (siehe Zusatzartikel unten), durfte bei der "Sitzung mal anders" der Elferrat zu Hause bleiben. Stattdessen führte das Duo durch eine fröhliche Showsitzung, in deren Verlauf auch Gruppen von befreundeten Vereinen ihr Können zeigten.

Mit einer von Lukas Schmidt konzipierten Laser-Show wurden die Besucher auf den närrischen Reigen eingestimmt, der mit dem flotten Tanz der Garde (Trainerinnen: Lisa Frühschütz und Anna Kessler) eröffnet wurde. Seit zehn Jahren besteht die Showtanzgruppe "Weathergirls" (Trainerinnen: Carina Ecke und Marina Ermert). Als Froschköniginnen erinnerte die Truppe an ihre bisherigen Themenshows. Die zehn Mädels tanzten von "Bayern" über "Rokoko" und "Rock" weiter nach "Amerika" und gingen auf "Weltreise".

Eine der besten Tanzgruppen in der Wetterauer Fassenacht sind die "Blue Spirits" der Florstädter Niddageister. Die 17 Frauen tanzten als Holzpuppen jedoch ganz und gar nicht hölzern. Zahlreiche Akrobatikeinlagen der "tanzenden Puppenstube" wurden mit Zwischenapplaus belohnt.

Eine feste Größe bei den Wetterfröschen ist das Männerballett "Knallfrösche" (Einstudierung: Anja Schutt und Jasmin Steinberg). Nach dem "Generationswechsel" mit nun fünf jüngeren und vier älteren Tänzern zeigte die Truppe eine "Muppet-Show" zum Thema "Tanzfilme". Umjubelter Höhepunkt war "Dirty Dancing verkehrt": Es sprang der Tänzer in die Arme seiner Partnerin.

Vor der Pause kam ein Trupp Kannibalen auf die Bühne, kochte einen "weißen Mann" und zog weiter auf den Kilimandscharo. Dazu wurde live gesungen. Die Gesangsshow, der zehn "Dorheimer Hofsänger" (Einstudierung Helmut Lipka) brachte die Stimmung im Saal auf neue Höchstwerte.

Gern gesehener Gast im HR-Fernsehen und auf vielen närrischen Bühnen ist die "Doof Nuss"  alias Helmut Schad aus Echzell. Einmal mehr erzählte er in seinem unnachahmlichen Stil "hochkarätigen Kokolores". Als Zugabe sang Schad den Ohrwurm "Unser Fassenacht", zusammen mit Helmut Lipka als "Background-Sänger". Alle sangen stehend mit.

Eine faszinierende Lightshow im abgedunkelten Saal zeigten die "Fireflies", die von Jessica Fleischhacker und Inka Bernhard trainiert werden. Mit leuchtenden Händen und Schuhen sowie fluoreszierenden Buchstaben und Zeichen auf der schwarzen Kleidung "malte" die gemischte Gruppe unzählige Figuren ins Dunkel.

Malle- und Rockklassiker live

Mit dem getanzten Märchen "Zwischen Schlossmauer und Liebe" überraschten die "Magic Dancers" (Trainierinnen: Johanna Lohfink und Kathrin Ehlert) aus Altenstadt-Höchst. Mit viel Tempo und zahlreichen Hebefiguren war die Tanzshow ein weiterer Höhepunkt. Richtig laut wurde es zum Finale. Einmal mehr war die Guggemusik "Hochheimer Lärmbelästigung" zu den Wetterfröschen gekommen. Eine halbe Stunde lang spielten die 30 Musiker bekannte Malle- und Rockklassiker im atemberaubenden Tempo.

Das hielt kaum jemand auf den Sitzen. Mit "Rock around the Clock" endete das etwas andere Sitzungsprogramm. Doch es ging weiter: Niels Hedtke, Sitzungspräsident der VFCG, heizte als Gast-DJ Niels bis weit nach Mitternacht kräftig ein.

Info

Mitwirkende der ersten Sitzung

In der ersten Sitzung, die von Volker Frühschütz und Marvin Wagner geleitet wurde, waren zahlreiche Nachwuchstanzgruppen der Wetterfrösche dabei: Die "Seeröschen" (Trainerinnen Nicole Warbus und Sandra Veith) mit einer Biene-Maja-Show, die Kaulquappen (trainiert von Martina Bernhard und Diana Krause) als Spanierinnen, die Jugendgarde (Einstudierung: Lisa Frühschütz, Marie-Louise Bernhard und Anna Keßler) mit ihrem flotten Gardetanz sowie Funke Alya al Gala, trainiert von Inka Bernard, Hanna und Lea Spörl. Die Wetternixen (Trainerinnen Anja Schutt und Lisa Frühschütz) tanzten Hip-Hop. In die Bütt stiegen Jörn Weckler, der von seiner bekloppten Familie berichtete und ihre Büttenpremiere feierten die zwölf Jahre alte Matilda Beine und die ein Jahr jüngere Sina Lerch, die von der Schule die Nase voll haben. Den Dorftratsch brachten Sandra Veith und Nicole Warbus in die närrische Bütt. (har)

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