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Hilfe für derzeit 1750 Kunden bei der Friedberger Tafel

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Friedberg (pm). Im Rahmen ihrer Informationsbesuche in Wetterauer Einrichtungen waren die Damen der Wetterauer Frauenunion dieser Tage bei der Friedberger Tafel. Die Vorsitzende Hannelore Finkernagel gab einen Einblick in dieses Projekt.

Außer sechs bis sieben Ein- Euro-Jobbern hat die Tafel nur ehrenamtliche Mitarbeiter. Die 1750 Kunden, davon ein Drittel Kinder, holen zweimal im Monat gegen eine Bescheinigung Lebensmittel ab. Es kommen Kunden aus Friedberg, Bad Nauheim, Echzell, Florstadt, Karben, Niddatal, Ober-Mörlen, Reichelsheim, Rosbach, Wölfersheim und Wöllstadt. Werden die Lebensmittel dreimal ohne Entschuldigung nicht abgeholt, rücken aus der zurzeit aus 80 bis 100 Familien bestehenden Warteliste Kunden nach. Priorität haben Alleinerziehende und Familien mit Kindern.

Die Ausgabe der Lebensmittel erfolgt dreimal wöchentlich zu festgelegten Zeiten. Mit drei Kühlfahrzeugen werden an Ausgabetagen ab 6.30 Uhr die 40 Geschäfte angefahren, die Lebensmittel zur Verfügung stellen. Es werden keine abgelaufenen Lebensmittel herausgegeben, nicht Benötigtes wird an andere Tafeln in der Wetterau wie zum Beispiel Butzbach oder Bad Vilbel weitergegeben. Obst- und Gemüsereste erhält der Zirkus Renz in Ockstadt.

Die Ausgabe der eigens auf die Bedürfnisse der Bezieher zusammengestellten Lebensmittel beginnt ab 14 Uhr. Pro Familie sind für die erste Person 2 Euro und für jede weitere 50 Cent zu bezahlen; der Warenwert beträgt 50 bis 60 Euro.

Die Inanspruchnahme des Angebotes der Tafel ist unterschiedlich. So wurde berichtet, dass ausländische Mitbürger diese Hemmschwelle leichter als Deutsche überwinden.

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