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Auseinanderziehen und kontrolliert abbrennen lassen: So löscht die Feuerwehr Heu- und Strohballenbrände wie den am Montag in Ober-Mörlen.

Heuballen brennen

Wetteraukreis (pm/laf). Sommer, Hitze, Kleinbrände: Die Temperaturen steigen und damit auch die Anzahl der Brände auf den Äckern der Landwirte. »Jetzt, wo es wieder heiß wird, kann es öfter mal zu Heu- und Strohballenbränden kommen«, sagt Kreisbrandinspektor Lars Henrich. Wenn das Heu vor dem Pressen noch nicht ausreichend getrocknet sei, könne sich der Ballen durch die erhöhte Feuchtigkeit im Inneren selbst entzünden.

Vonseiten der Feuerwehr könne das nur verhindert werden, wenn regelmäßig die Innentemperatur der Ballen gemessen würde. »Das ist leider nicht leistbar«, sagt Henrich.

Von den Heuballenbränden gehe keine primäre Gefahr aus. »Die Brände sind durch die Feuchtigkeit oft Glutbrände und haben eine hohe Rauchentwicklung«, sagt Henrich. »Solange die Ballen noch auf dem Feld liegen, besteht keine größere Gefahr. Bei angrenzenden Straßen oder Schienenverkehr ist die Beeinträchtigung natürlich höher, vor allem durch den Rauch.« Laut Henrich sei es am besten, die Ballen unter Aufsicht der Feuerwehr auseinanderzuziehen und kontrolliert abbrennen zu lassen.

Heuballenbrände: Keine Einzelfälle

Dass Heuballenbrände derzeit vermehrt vorkommen, zeigen Beispiele der jüngsten Vergangenheit:

Am Montagnachmittag gegen 17 Uhr ist die Freiwillige Feuerwehr Ober-Mörlen alarmiert worden: Ein Stapel mit circa 40 Strohrundballen war in Brand geraten. Die Ballen mussten auseinandergezogen und kontrolliert abgebrannt werden. Dabei wurde die Feuerwehr von einem ortsansässigen Bauunternehmen mit einem Radlader unterstützt. Der Einsatz war erst gegen Mitternacht beendet.

Am Dienstagnachmittag um 16.30 Uhr brannte zwischen Himbach und Langen-Bergheim in Höhe der Autobahnbrücke ein Misthaufen. Die Feuerwehr Limeshain wurde alarmiert, ebenso die Feuerwehr Hammersbach..

Der Haufen wurde von einem Landwirt mit einem Traktor auseinandergezogen. Bis zum Aufbau einer Wasserversorgung über einen Hydranten fuhren die Tanklöschfahrzeuge aus Limeshain und Hammersbach im Pendelverkehr Löschwasser zur Einsatzstelle. Um 19.30 Uhr war der Einsatz beendet.

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