Marie-Clair Schüller
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Marie-Clair Schüller

In Hessen unter den besten drei

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Wetteraukreis(pm). Ich bin niemand, der gerne den ganzen Tag am Schreibtisch sitzt, sagt Marie-Claire Schüller. Aus diesem Grund hat sich die heute 23-Jährige einen Beruf ausgesucht, in dem sie ständig in Bewegung ist: den der Packmitteltechnologin. Nun ist Schüller eine von drei landesbesten Auszubildenden im Bezirk der IHK Gießen-Friedberg. Als Einzige ihres Jahrgangs hat Schüller ihre Ausbildung mit "Sehr gut" abgeschlossen.

"Nach dem Abitur am Burggymnasium in Friedberg hatte ich noch keinen konkreten Berufswunsch", erzählt sie. Sie beschloss, für ein Jahr zu jobben. Durch eine Leiharbeitsfirma wurde sie an die STI Group vermittelt. Am Standort Grebenhain arbeitete sie neun Monate in der Verpackungsabteilung. "Ich war begeistert. Der Beruf Packmitteltechnologe war mir bis dato nicht bekannt", sagt die 23-Jährige. Packmitteltechnologen gestalten und fertigen Packmittel, die den Produktinhalt optimal schützen und gleichzeitig für das Produkt werben.

Im August 2017 begann sie ihre Ausbildung. Räumliches Denken sei eine Grundvoraussetzung für dieses Berufsbild, aber auch handwerkliches Geschick, Kreativität sowie technisches Interesse und Verständnis für Maschinen und Anlagen seien wichtig.

Ihre Ausbildung, die sie im Januar 2020 abgeschlossen hat, fand dual bei STI und in der Vogelsbergschule statt, der einzigen Schule in Hessen, die dieses Berufsbild vermittelt. "Wir waren 30 pro Jahrgang, auf zwei Klassen verteilt", erklärt Schüller. Zwei Wochen wurde im Betrieb gearbeitet, eine Woche gab es Blockunterricht in der Schule. "Packmitteltechnologin ist kein typischer Frauenberuf", betont sie. Nur fünf Frauen seien unter den Auszubildenden gewesen. Schweres Heben sei im Beruf dank modernster Maschinen und Computersteuerung kaum noch nötig. Außerdem habe sie noch nie erlebt, dass andere Mitarbeitende bei Problemen nicht helfen würden.

Mittlerweile hat die junge Frau den Arbeitgeber gewechselt. Seit Oktober arbeitet sie für DS Smith in Fulda. Ist die Einarbeitungszeit vorbei, plant sie an einer Weiterbildungsmaßnahme - beispielsweise zur staatlich geprüften Technikerin Papiertechnik oder Industriemeisterin der Fachrichtung Papier- und Kunststoffverarbeitung - teilzunehmen. Darüber hinaus können Packmitteltechnologen auch studieren und einen Bachelor im Studienfach Papiertechnik erwerben. FOTO: PM

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