Herbstmarkt: Rekordverdächtiger Besuch am Samstagabend

Friedberg (har/ütz). Noch nie in der 61-jährigen Geschichte des Herbstmarkts wurden so viele Neuerungen eingeführt wie in diesem Jahr, und der Erfolg gibt den Organisatoren bei der Stadt recht.

Es war von Freitag bis zum gestrigen Sonntag ein überaus gut besuchtes Volksfest. Nicht nur Friedberg und Wetterau, sondern die gesamte Region schienen regelrecht auf das Ereignis gewartet zu haben, und so setzte ein Besucherstrom ein, der zu besten in den 61 Jahren zu zählen ist und am Samstagabend im Festzelt rekordverdächtig war. Selbst am Samstagnachmittag, an dem nicht selten eine ziemliche Leere auf der Festmeile herrscht, war viel Betrieb.

Als Publikumsmagnet entpuppte sich der südliche Seewiesenbereich mit der Wildwasserbahn, der zweistöckigen Geisterbahn und einem von drei Fahrgeschäften, "bei denen man sich durchrütteln und überschlagen kann", wie Bürgermeister Michael Keller bei der Eröffnung am Freitagabend angekündigt hatte. "Es waren am Freitagabend viele Menschen unterwegs, aber wir hätten schon gern ein paar Fahrer mehr gehabt", sagte Alwin Zinnecker aus Neumarkt St. Veith, der Besitzer der zweistöckigen "Geistervilla". Er führte die Zurückhaltung der Besucher auf den Standort zurück. "Die großen Fahrgeschäfte müssen in die Platzmitte und dürfen nicht am Anfang eines Platzes stehen.

" Ähnlich sah dies Karl-Heinz Klünder aus Minden, der mit seiner Wildwasserbahn "Big Splash" da war. "Für den Auftakt war es ganz in Ordnung" sagte er, während Robert Gormanns die Resonanz "für das Wetter ganz in Ordnung" fand. Schon vor zwei Jahren war der Rostocker mit seinem Riesenrad "Big Wheel" auf dem Herbstmarkt, damals direkt neben dem Zelt. Mit dem neuen Platz mitten im Festgeschehen zeigte er sich durchaus zufrieden.

Der Flohmarkt am Samstag sorgt immer dafür, dass schon vor 6 Uhr eine nicht enden wollende Autoschlange anrollt. Schnell waren die Tische aufgebaut und der Kofferraum ausgeräumt. Neben jeder Menge Kleidung, Büchern und Spielzeug wurden Einmachgläser oder ein Tourenrucksack ebenso angeboten wie eine elektrische Nähmaschine oder eine Mikrowelle.

Ein Hauch von Flohmarkt wehte am Samstagmittag auch über der Festzeltbühne. Noch nie waren so viele Besucher bei einer Versteigerung im Zelt. Schon am Freitagabend ging es im Zelt und auf dem Festplatz bis nach Mitternacht hoch her. Bei Einbruch der Dunkelheit kam man auf dem Festplatz nur langsam voran, und im Zelt waren fast alle Tische und Bänke besetzt. Eine Stunde später benötigten die Besucher schon viel Glück, um überhaupt noch einen Platz zu ergattern, und allmählich füllten sich auch die Gänge.

Obwohl es recht kühl wurde, herrschte auch im Biergarten Hochbetrieb, während die Stimmung im Zelt von Minute zur Minute stieg. Da hatten die "Bajuwaren", die erstmals in der Kreisstadt gastierten, leichtes Spiel. Die vier Musiker und ihre philippinische Sängerin Dina hängten an das immer wieder kehrende "Prosit der Gemütlichkeit" ein Stück "Viva Colonia" dran, und das sangen alle im Zelt mit. "Das ist ja fast wie in Oberstimm hier", freute sich Festwirt Franz Widmann angesichts seines aus allen Nähten platzenden stickig-heißen Zeltes gegen 23 Uhr, und auch Security-Leiter Willy, der mit seinem Team seit Jahren bei allen Festen im Widmannschen Zelt für Ordnung sorgt, war überrascht: "Das ist unglaublich, das gab es in Friedberg noch nie.

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