Die Seewiese in Friedberg hat für das "Herbst-Feelings"-Konzept viel Platz geboten.
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Die Seewiese in Friedberg hat für das »Herbst-Feelings«-Konzept viel Platz geboten.

Positives Fazit

»Herbst-Feelings« in Friedberg: Spaß mit Abstand kommt gut an

  • VonHarald Schuchardt
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Die Alternative zum traditionellen Friedberger Herbstmarkt ist ein voller Erfolg gewesen. Das Spektakel auf der Seewiese hat die Menschen begeistert.

Friedberg – Sie war so etwas wie ein Experiment, die Herbstmarkt-Ersatz-Veranstaltung »Herbst-Feelings«, die am Sonntagabend endete. Ein Jahrmarkt ohne Eingrenzung und Zugangskontrollen in Corona-Zeiten - da fragte sich im Vorfeld so mancher, ob das gut gehen könne und ob das drei Wochen dauernde Fest von den Menschen überhaupt angenommen wurde. Es wurde.

»Das war eine rundum gelungene Veranstaltung, wir sind alle sehr zufrieden«, sagte Schausteller Peter Roie aus Altenstadt. Zusammen mit seinem Florstädter Schaustellerkollegen Alexander Köhler und der Stadt Friedberg hatte er das Konzept für die Veranstaltung ausgearbeitet. »Die beiden Veranstaltungen in Bad Vilbel und hier auf der Seewiese sind für uns Schausteller die besten Referenzen in Richtung der Weihnachtsmärkte«, blickte Roie schon mal voraus. Erste Gespräche über die Durchführung von Eisbahnen und Weihnachtsmärkte in Bad Vilbel und Friedberg haben bereits stattgefunden.

Rückblick auf die Friedberger Herbst-Feelings: Einchecken mit App

»Es war eine rundum harmonische Veranstaltung«, stellte Alexander Köhler am Samstagnachmittag in seinem Karussell-Café fest, während bei strahlendem Sonnenschein Hunderte über das weitläufige Areal schlenderten. Die Besucher checkten sich an den Eingängen zum Café oder zum Gastrobereich mit der Luca-App ein oder füllten den entsprechenden Nachweis aus. An den weit auseinander stehenden Fahrgeschäften und Buden wurde der Abstand nahezu immer eingehalten.

»Wir sind schon das dritte Mal hier, das muss man doch ausnutzen«, sagte Daniela Weide. Zusammen mit ihren Kindern Luca (7) und der vier Jahre jüngeren Ella sowie Freundin Simone Hoinza aus Assenheim saß die Bönstädterin in einem der großen Weinfässer des Gastrobereichs. Gut fanden die beiden Frauen, dass die 14 Festtage über drei Wochen verteilt waren. »Da hatte man mehr Möglichkeiten hinzugehen«, sagte Weide, und ihre Freundin ergänzte: »Das muss man doch ausnutzen, weil ja sonst nicht viel geboten wird.« Die beiden Frauen genossen ihren Fresh-Bitter-Lemon-Drink mit Riesling, während Luca erzählte, dass er am liebsten im Break-Dancer fährt.

Rückblick auf die Friedberger Herbst-Feelings: Hoffen auf Normalität

Das Fahrgeschäft befindet sich im Besitz der Schausteller-Familie Spangenberger, die seit Jahrzehnten aus Saarlouis zum Herbstmarkt nach Friedberg kommt. »Wir sind so froh, dass diese Veranstaltung stattgefunden hat, und wirklich sehr zufrieden«, bilanzierte Kerstin Spangenberger. »Die Leute sind ausgehungert. Hoffentlich herrscht bald wieder Normalität.«

Das hofft auch die Gießener Schaustellerfamilie Firschke, die mit ihrem »Wurf-Casino« fester Bestandteil des Herbstmarktes ist. »Ich bin als Kind in Friedberg oft zur Schule gegangen«, berichtete Sylvia Schäfer-Firschke, während sie gemeinsam mit Tochter Lisa-Marie Luftballons aufblies. »Dass wir mitmachen durften, war super. Da lacht das Schaustellerherz«, sagte Schäfer-Firschke. »Das war erst unsere zweite Veranstaltung in diesem Jahr und wohl die letzte«, erläuterte Ehemann Oskar. Gerade wurde der Niddaer Markt abgesagt. »Wir verstehen das nicht, die Leute halten sich doch an die Regeln und wir sind alle geimpft«, sagte Schaustellerin Schäfer-Firschke.

Rückblick auf die Friedberger Herbst-Feelings: Feuerwerk als Dankeschön

»Irgendwo muss man ja mal in Richtung Normalität kommen«, sagte Birgit Eckhard, die mit Enkelin Iva über das Gelände bummelte. »Das ist alles super, viel Platz und nicht überlaufen«, ergänzte die Beienheimerin.

»Es war die richtige Entscheidung, die Veranstaltung so durchzuführen, das Konzept mit den großen Abständen hat sich bewährt«, zog Bürgermeister Dirk Antkowiak vor dem Feuerwerk am Samstagabend ein positives Fazit der Veranstaltung.

Auch beim Feuerwerk hielten die vielen Besuchern die Abstandsregeln ein. »Wir haben dafür extra die Security verstärkt«, erläuterte Peter Roie. »Das Feuerwerk ist ein Dankeschön von uns Schaustellern an die Besucher.«

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