Helfen und Lehren aus Katastrophe ziehen

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Wetteraukreis (pm). Die Flutkatastrophe in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz bewegt auch die Wetterauer Grünen. Auf Initiative der Kreistagsabgeordneten und Bundestagskandidatin Michaela Colletti überlegten Vorstand und Fraktion, was nun getan werden kann.

Beschlossen wurde, bei der Wahlkampfauftaktveranstaltung am Samstag im Alten Hallenbad in Friedberg Geld zu sammeln. Es soll an den Grünen-Ortsverband im von der Flut stark betroffenen Mechernichin der Nordeifel, gehen, um betroffene Familien vor Ort zu unterstützen.

Klar sei aber auch, dass derartige Starkregenereignisse jederzeit auch den Wetteraukreis treffen können. Überflutungen in Folge von Starkregen habe es bereits 2014 in Wallernhausen und 2018 im benachbarten Bellersheim im Kreis Gießen gegeben.

Insofern gelte es, die Lehren zu ziehen. Michaela Colletti: »Bei den infolge des Klimawandels an Häufigkeit und Intensität zunehmenden Starkregen, kann der Boden die erheblichen Wassermengen nicht aufnehmen. Das kann auch abseits von Fluss- und Bachläufen passieren, wie vor zwei Wochen auch in der Eifel. Wir müssen uns besser auf solche Ereignisse vorbereiten, langfristig den Klimawandel bremsen und sofort den Betroffenen helfen.«

So habe die Fraktion der Grünen im Kreistag für den Doppelhaushalt 2019/20 beantragt, 100 000 Euro für die Konzeption einer Klimaanpassungsstrategie bereitzustellen. Colletti: »Leider hat das die CDU/SPD-Koalition genauso abgelehnt wie sie bislang sämtliche Vorschläge für einen ehrgeizigeren und entschlosseneren Klimaschutz abgelehnt hat.«

Auch das Urteil des Bundesverfassungsgericht aus dem April und das geänderte Klimaschutzgesetz im Bund habe diese Koalition nur mäßig bewegt. »Es ist enttäuschend, dass die Maßnahmen im Klimaschutzkonzept des Kreises geprüft und gegebenenfalls angepasst werden, ein Fahrplan zur Umsetzung weiterer geeigneter Maßnahmen erst 2025 vorgelegt werden soll. Diese Koalition will im Schlafwagen das Ziel der Klimaneutralität erreichen«, kritisiert Colletti. Die Flutkatastrophe nähmen die Grünen zum Anlass, im Kreistag den Katastrophenschutz in der Wetterau wieder in den Blick zu nehmen.

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