Heizungstechnik kombinieren

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Wetteraukreis/Nidda (pm). Der Arbeitskreis »Energie und Mobilität« hat kürzlich im Rahmen der von der Wirtschaftsförderung Wetterau getragenen LEADER-Regionalentwicklung im Parksaal in Bad Salzhausen getagt und sich dabei mit verschiedenen zukunftsorientierte Heizungstechniken und deren Kombinationsmöglichkeiten beschäftigt. Referent war Sascha Reitz, Obermeister für Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik der Innung Gießen.

Reitz stellte Pelletanlagen, Wärmepumpen, Brennwerttechnik, Solarthermie und Fotovoltaikanlagen vor. Er legte dabei Wert darauf, dass es oft sinnvoll ist, solche Anlagen zu kombinieren. So könne man zum Beispiel mit einer PV-Anlage unter anderem den Strom für eine Wärmepumpe erzeugen, und da diese primär im Winter bei Wärmebedarf laufe, könne man auch noch einen Speicher für den Ökostrom etablieren. Denkbar sei aber auch eine Pelletheizung mit dem Einsatz von CO2-neutralen Holzverarbeitungsresten in Kombination mit einer solarthermischen Dachanlage und einem Wasserzwischenspeicher, der auch die Sonnenenergie aufnehmen könne.

Wichtig ist die Vorortanalyse

Reitz erläuterte auch, dass alle diese Techniken in Größenordnungen für Einfamilienhäuser bis hin zu großen Gewerbeanlagen zur Verfügung stehen. Wichtig sei immer eine Vorortanalyse, weil man bei Neuanlagen vor dem Einbau auch noch prüfen sollte, ob auch eine energiesparende Gebäudedämmung oder Fenstererneuerung sinnvoll ist. Das Thema Ölnutzung wurde als problematisch betrachtet, zumal die Bundesregierung ab 2026 solche Neuanlagen nicht mehr genehmigen will. Aber eine Gasheizung in Verbindung mit grünem Wasserstoff könne zukunftsträchtig sein.

Der Heizungstausch lohne sich nicht nur für das Klima. 84 Prozent der Energiekosten im privaten Haushalt entstünden durch die Erzeugung von Wohnwärme und Warmwasser. »Mit einem neuen, effizienten Heizsystem spart man sofort deutlich Kosten ein.« Reitz verwies außerdem auf die umfangreichen staatlichen Förderungen, die bis zu 45 Prozent betragen.

Ein weiterer wichtiger Aspekt waren nach einer Diskussions- und Fragerunde aber auch Vorführungen an Originalgerätschaften, unter anderem eine komplette Pelletanlage und eine kompakte Luft/Wasser-Wärmepumpe als All-in-one-Lösung für Heizung, Lüftung und Warmwasser.

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