Diese Außenansicht zeigt das Museum um das Jahr 1925 - mit den Gerätehallen der "Feuerlöschpolizei".	FOTO: STADTARCHIV FRIEDBERG
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Diese Außenansicht zeigt das Museum um das Jahr 1925 - mit den Gerätehallen der »Feuerlöschpolizei«. FOTO: STADTARCHIV FRIEDBERG

Heimat für die heimische Historie

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Friedberg (pm). Vor 100 Jahren, genauer gesagt am 16. Mai 1920, wurde das Wetterau-Museum am heutigen Standort zwischen Haagstraße und Schnurgasse wiedereröffnet. Die Geschichte des Museums reicht noch weiter zurück und beginnt 24 Jahre zuvor im Jahre 1896 mit der Gründung des Friedberger Geschichtsvereins. Im Zuge der Vereinsgründung wurden auch Friedberger und Wetterauer Altertümer - heute würde man sagen: Kulturgüter - zusammengetragen und damit eine erste Sammlung angelegt. Diese wurde bereits von Juli 1896 bis zum Frühjahr 1897 im Feldwebelbau des Großherzoglichen Schlosses in der Burg ausgestellt.

Zwischenzeitlich in der Usagasse

Mit der Einweihung des damaligen Neubaus der Augustinerschule am Goetheplatz 1901 erhielten die Sammlungen einen neuen Standort, der durch die enge personelle Verbindung zwischen Augustinerschule und Geschichtsverein ermöglicht wurde. So setzt die Friedberger Chronik von Christian Waas die Museumsgründung ins Frühjahr dieses Jahres und benennt das Selbstverständnis des Museums so, wie es auch heute noch Gültigkeit hat: »Gründung des historischen Museums der Stadt und der Wetterau«.

Auch dieser Standort bestand nicht lange, und so wurde das Museum 1905 an seinem dritten Standort in der Usagasse 38 eröffnet. Bereits 1913 erfolgte dann der Umzug in die Haagstraße 16, wo der dreiflügelige Bau der städtischen Pferdeställe um einen vierten Flügel an der Schnurgasse, zur Stadtkirche hin, ergänzt wurde. Dieser 1912 errichtete Neubau sollte außer der Aufnahme des Museums auch die Unterbringung des Stadtarchivs sowie der Feuerwehr ermöglichen.

Zur Wiedereröffnung des Wetterau-Museums kam es dann wegen des Ersten Weltkriegs und anderer Verzögerungen erst am 16. Mai 1920. In einem Führer, der zu diesem Anlass herausgegeben worden ist, beschreibt Stadtarchivar Ferdinand Dreher »Die Entwicklung des Friedberger Museums« in einem Rückblick, den er bereits 1921 beginnt. Der damalige Museumsleiter, Professor Dr. Georg Blecher, beschreibt »Das Friedberger Museum in seiner heutigen Gestalt«.

Für eine Öffnung zur Stadtkirche hin

Eine vertiefende Darstellung der Museumsgeschichte sollte Gegenstand eines Vortrags von Lothar Kreuzer, Johannes Kögler und Dr. Jörg Lindenthal sein, der für den 23. April vorgesehen war und aufgrund der Corona-Pandemie nun im Herbst stattfinden soll.

Eine Feier des Jubiläums bleibt in Corona-Zeiten ebenso aus wie die ursprünglich geplante Eröffnung der Sonderausstellung »Arp, Fontana, Goepfert, Nay. Die Sammlung Fritz Usinger«, die verschoben ist. Das Wetterau-Museum ist im Zuge der Corona-Lockerungen wieder geöffnet

Mit dem Wort Öffnung ist auch eine Zukunftsperspektive des Wetterau-Museums verbunden - 100 Jahre nach der Wiedereröffnung am heutigen Standort. Die Zukunftswerkstatt Wetterau-Museum, die sich in den vergangenen beiden Jahren mehrfach im Rahmen des städtischen ISEK-Prozesses getroffen hat, hat sich nicht nur ausdrücklich für die Weiterentwicklung des Museums am heutigen und seit 100 Jahren bestehenden Standort mitten in der Stadt ausgesprochen, sondern auch die Überlegungen einer Öffnung des Museums hin in den städtischen Raum, hin zur Stadtkirche, zum Stadtkirchenplatz bekräftigt, wo die sechs großen einstigen Einfahrten der Feuerwehr die größte Transparenz des Gebäudes nach außen ermöglichen würden.

Das Wetterau-Museum ist dienstags bis freitags von 9 bis 12 und von 14 bis 17 Uhr, samstags von 14 bis 17 Uhr und sonn- und feiertags von 10 bis 17 Uhr geöffnet.

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