In Gegenwart von Inhaberin Dr. Kerstin Podszus unterschreibt Peter Heidt den Aufruf zum Erhalt des Namens Mohren-Apotheke. FOTO: PM
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In Gegenwart von Inhaberin Dr. Kerstin Podszus unterschreibt Peter Heidt den Aufruf zum Erhalt des Namens Mohren-Apotheke. FOTO: PM

Heidt unterstützt Mohren-Apotheke

  • vonred Redaktion
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Friedberg(pm). Im Streit um den Namen der Hof-Apotheke zum Mohren in Friedberg hat der heimische FDP-Bundestagsabgeordnete Peter Heidt Stellung bezogen, demonstrativ dort eingekauft und den Aufruf zum Erhalt des Namens unterschrieben.

Bei allem Verständnis für den Kampf gegen Rassismus, den er grundsätzlich ausdrücklich unterstütze, sei dies hier der völlig falsche Ansatz der Demonstranten, schreibt Heidt in einer Pressemitteilung. Der Name habe eine alte Tradition und mit Rassismus nichts zu tun. Ganz im Gegenteil stelle der Name eine Wertschätzung dar.

Aktion gegen Rassismus geplant

Er finde es auch äußerst bedenklich, dass die Inhaberin und die Unterstützer der Apotheke bei der Demonstration in die Nähe von Rassisten gerückt worden seien, wie das teilweise von den Demonstranten geschehen sei, beklagt Heidt. Der Boykottaufruf der Demonstranten könne nicht toleriert werden. "Gerade in Deutschland sollte man sich mit solchen Aufrufen sehr zurückhalten", schreibt Heidt. Die deutsche Geschichte zeige, dass dies ein mehr als fragwürdiges "Kampfinstrument" sei. Insgesamt sei die Aktion der Demonstranten bezüglich einer geforderten Namensänderung eher kontraproduktiv. "Was würde sich durch eine Namensänderung denn tatsächlich verändern?", fragt der FDP-Politiker. Diese Aktion würde seiner Ansicht nach vielmehr von den tatsächlichen Problemen ablenken, insbesondere auch vom Alltagsrassismus. Es sei viel wichtiger, hier mit konkreten Aktionen und Aufklärung zu arbeiten. Entsprechend plant der FDP-Bundestagsabgeordnete auch eine Veranstaltung zum Thema Rassismus in Bad Nauheim beziehungsweise in Friedberg.

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