Sprechen auch über interkommunale Zusammenarbeit (v. l.) Peter Heidt, Dirk Antkowiak und Dr. Markus Schmidt.
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Sprechen auch über interkommunale Zusammenarbeit (v. l.) Peter Heidt, Dirk Antkowiak und Dr. Markus Schmidt.

Heidt gegen Verbot von Kunstrasenplätzen

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Friedberg/Bad Nauheim (pm). Seit dem 1. Juli sitzt der Bad Nauheimer Peter Heidt für die FDP im Bundestag. Trotz der bundespolitischen Verantwortung, die mit dieser Aufgabe verbunden sei, sei es ihm besonders wichtig, sich auch für die Belange seiner Heimatregion einzusetzen, heißt es in einer Pressemitteilung der Friedberger FDP. »Ich habe oft das Gefühl, dass die Interessen der Regionen im politischen Berlin zu wenig Beachtung finden«, fasst Heidt seine Erfahrungen der ersten Wochen als Bundestagsabgeordneter zusammen. Daher informierte er sich im Gespräch mit dem Friedberger Bürgermeister Dirk Antkowiak über die aktuellen Themen in der Kreisstadt. Unterstützt wurde der neue Bundestagsabgeordnete, der weiterhin die Wetterauer Kreistagsfraktion der FDP anführen wird, von Dr. Markus Schmidt, dem stellvertretenden Vorsitzenden der Freien Demokraten in Friedberg und Europabeauftragten im Wetterauer Kreisvorstand.

Sorge um Planung in Fauerbach

»Thematisch stand das ab 2022 drohende EU-Verbot von Kunstrasenplätzen im Mittelpunkt des Treffens. Bürgermeister Antkowiak klagte insbesondere über die unsichere Rechtslage, da nicht feststehe, was mit vor dem Jahr 2022 angelegten Kunstrasenplätzen passieren solle«, heißt es weiter in der Pressemitteilung. »Die finanziellen Mittel zum Bau eines Kunstrasenplatzes im Stadtteil Fauerbach sind fest eingeplant«, äußerte sich Antkowiak. »Wir fürchten jedoch, dass der nun zu bauende Platz in wenigen Jahren verboten und unter Inkaufnahme weiterer hoher Kosten entsorgt werden muss.«

Heidt, Mitglied des Sportausschusses im Bundestag und Vorsitzender des VfB Friedberg aktiv, kennt die Problematik aus der eigenen politischen und vereinsinternen Arbeit. »Das Verbot bedroht den Spiel- und Trainingsbetrieb gerade im Breitensport erheblich«, kritisierte Heidt. »Im Sportausschuss des Bundestages arbeiten wir daher daran, hier eine für alle Seiten verträgliche Lösung zu finden.« Schmidt ergänzte: »Es ist völlig klar, dass auf Plastik verzichtet werden sollte, wo immer dies sinnvoll ist, und Alternativen zur Verfügung stehen.« Die EU drohe aber, hier über das Ziel hinauszuschießen Das Mindeste, das gebraucht werde, sei ein Bestandsschutz für bestehende und sich aktuell in der Planung befindliche Kunstrasenplätze. »In Fauerbach hängt daran auch die Zukunft des wichtigen Vereins FC Olympia Fauerbach.«

Neben den sportlichen Themen erörterten Heidt und Antkowiak noch Möglichkeiten interkommunaler Zusammenarbeit. Hier sehen Antkowiak und der auch weiterhin in der FDP-Fraktion im Bad Nauheimer Stadtparlament aktive Heidt Chancen für beide Städte.

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