Peter Heidt FDP-Bundestagsmitglied
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Peter Heidt FDP-Bundestagsmitglied

Heidt fordert Luftfilter an Schulen

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Wetteraukreis(hed/pm). Die FDP fordert ein Bundesprogramm zum Einsatz von Luftfiltern an Schulen. Begründet hat das unter anderem der Bad Nauheimer FDP-Politiker Peter Heidt, der für die Wetterau im Bundestag sitzt. Er wurde am Samstag unter anderem bei "Spiegel Online" zitiert.

Heidt hat als Mitglied des Bildungsausschusses den FDP-Antrag erarbeitet, nach welchem der Bund mobile Lüftungsgeräte deutschlandweit mit 250 Millionen Euro fördert. Er soll noch in dieser Woche eingebracht werden.

Der Einsatz von Luftfiltern könne den Präsenzunterricht sicherstellen; mit geeigneten Geräten könne das Risiko einer Ansteckung minimiert werden. Der digitale Unterricht funktioniere nicht an jeder Schule und in jedem Elternhaus problemlos. "Wir können uns keine längeren Schulschließungen mehr leisten", sagt Heidt. Es gebe bereits einzelne Schulen, in denen intelligent gesteuerte und vernetzte Lüftungsanlagen in Betrieb seien. Einige Bundesländer förderten mobile Luftfilter für Schulen. Egal, ob feste Lüftungsanlagen oder mobile Luftfilter als Ergänzung zum Lüften - es müssten schnelle Lösungen, betont Heidt. Es gelte zu verhindern, dass die schätzungsweise 100 000 Klassenräume in Deutschland, die schlecht oder gar nicht gelüftet werden können, gesperrt werden und die Schüler mit ihren Lehrern wieder in den Fernunterricht wechseln müssen.

Das regelmäßige Lüften, wie es aktuell noch flächendeckend praktiziert werde, biete keinen Schutz vor einer direkten Infektion. Studien der Universität der Bundeswehr in München und der Goethe-Universität Frankfurt hätten gezeigt, dass durch Luftreiniger die Menge an Aerosolen in geschlossenen Räumen die Ansteckungsgefahr sehr deutlich reduziert werde.

Auch ohne Bundesprogramm sollte der Wetteraukreis seine Schulen mit mobilen Lüftungsgeräten ausstatten, rät Heidt. FOTO: PM

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