Alles, was zu einem Haus gehört, soll auf wenigen Quadratmetern Platz finden. Das Mini-Haus darf maximal sieben mal vier Meter Fläche haben und drei Meter hoch sein. Ausgestattet werden muss es mit einer multifunktionalen, raumsparenden Einrichtung. Dazu fertigen die Jugendlichen der Fachoberschule Gestaltung an der Johann-Philipp-Reis Schule Modelle an. FOTOS: PV
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Alles, was zu einem Haus gehört, soll auf wenigen Quadratmetern Platz finden. Das Mini-Haus darf maximal sieben mal vier Meter Fläche haben und drei Meter hoch sein. Ausgestattet werden muss es mit einer multifunktionalen, raumsparenden Einrichtung. Dazu fertigen die Jugendlichen der Fachoberschule Gestaltung an der Johann-Philipp-Reis Schule Modelle an. FOTOS: PV

Ein Haus auf 28 Quadratmetern

  • vonred Redaktion
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Friedberg(pm). Das aktuelle Tiny-House-Projekt der Fachoberschule Gestaltung an der Johann-Philipp-Reis-Schule (JPRS) stellte die Schülerinnen und Schüler vor planerische und kreative Herausforderungen. Es galt, einen Entwurf zu entwickeln, der den Tiny- House-Prinzipien von Minimalismus, Nachhaltigkeit und Individualismus Rechnung trägt.

Zu Beginn des Schuljahres präsentierte Anna Brooke, Klassenlehrerin der Abschlussklasse 12FOG, den Schülerinnen und Schülern das neue Projekt im Themen- und Aufgabenfeld "Gestaltung von Lebensräumen". Das Thema lautete: "Designt euer eigenes Tiny House!". Das Projekt, das dem modernen Wohntrend des Tiny House folgt, stieß bei den Jugendlichen sofort auf Begeisterung.

Brooke gab die Gestaltungsparameter vor: ein begrenzter Raum mit einer Gesamtfläche von maximal sieben mal vier Metern und einer Höhe von maximal drei Metern, ausgestattet mit einer multifunktionalen, raumsparenden Einrichtung.

Bei der Architektur und den Standortoptionen ihres Minihauses hatten die Schülerinnen und Schüler freie Wahl. Dann ging es in die Planung: Die Schüler entwarfen erste Skizzen und Grundrisse. Diese wurden bisweilen auch wieder verworfen, wenn die maßstabsgetreue Umrechnung zeigte, dass ein Sofa dann doch nicht reinpassen oder die Dusche zu klein werden würde. Der Entwurf eines Tiny House kann sehr verzwickt sein, wenn man es so plant, dass man in der Realität auch darin wohnen könnte.

Badezimmer in der Klasse

Zur besseren Veranschaulichung klebten die Jugendlichen mit Malerkrepp die Maße des Badezimmers auch schon mal auf den Fußboden des Klassenzimmers. Und jeder stellte sich zur Probe in die Dusche: Passt! Der nächste Schritt bestand in der Materialrecherche für den Modellbau.

Einige Schüler, die zunächst im Modellbau-Fachgeschäft einkaufen wollten, änderten ihre Meinung angesichts der begrenzten Auswahl schnell. Und als Lehrerin Brooke darauf hinwies, dass selbst designte Miniaturmöbel weitaus persönlicher und kreativer seien und sich dies auch in der Bewertung niederschlagen werde, griffen alle zu Knetmasse, Gips, Ton, Holz, Karton und Draht und bauten ihre Modelle selbst. Hilfe erhielten die Jugendlichen in der Holz- und Metallwerkstatt. Fachlehrerinnen und Fachlehrer wie Katja Denner (Fachbereich Holztechnik) oder Dirk Schäfer (Fachbereich Metalltechnik) gaben Antwort auf technische Fragen und Tipps für die Umsetzung.

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