Grüne: Vorrang für Radverkehr

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Friedberg (pm). »Die Flächen für den Verkehr können nicht beliebig vergrößert werden. Bisher ziehen in diesem Konflikt Fußgänger*innen und Radfahrer*innen gegenüber dem Autoverkehr regelmäßig den Kürzeren«, stellt der passionierte Radfahrer Johannes Contag von den Friedberger Grünen fest. Da er häufig mit dem Rad unterwegs sei, wisse er genau über den Zustand der Radwege Bescheid.

Einige besonders schlechte Beispiele in Friedberg seien der Radweg Kaiserstraße Richtung Elvis Kreisel, der an der Homburger Straße endet, der Radweg Saarstraße, der immer wieder zugeparkt sei und die große Unterführung Richtung Fauerbach, wo sich Fußgänger und Radfahrer einen Weg teilten und es immer wieder zu gefährlichen Begegnungen komme. Außerdem: Auf der Kaiserstraße fehle der Radweg gänzlich, was oft lebensgefährlich sei. Bundesweit stünden für den Radverkehr drei Prozent der Verkehrsflächen zur Verfügung, aber 15 Prozent des Verkehrs werde mit dem Rad zurückgelegt. »Die vorhandenen Radwege sind zerstückelt, in einem erbärmlichen Zustand oder werden als Parkflächen missbraucht.«, stellt Contag fest. Er fordert deshalb die Erarbeitung eines Radwegekonzeptes für die Kernstadt und den kompletten Anschluss der Stadtteile mit sicheren Radwegen.

»In Friedberg hat die Verkehrswende aufseiten der Bürger*innen begonnen. Immer mehr Menschen fahren mit dem Rad. Aber die Politik hat diese Entwicklung bisher verschlafen. Niemand kann gezwungen werden, sich umweltfreundlich fortzubewegen. Aber wenn die Angebote da sind, werden sie auch genutzt. Das zeigen Beispiele in vielen anderen Städten.«

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