Dringlichkeitsantrag

FW und Grüne: Recyclinghöfe wieder öffnen

  • David Heßler
    vonDavid Heßler
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Wetteraukreis (hed/pm). Die Recyclinghöfe sollten in der Woche nach Ostern für Privatpersonen wieder geöffnet werden. Das fordern zwei Mitglieder der Betriebskommission des Wetterauer Abfallwirtschaftsbetriebs (AWB). Die zehn Wertstoffhöfe sind seit drei Wochen zu - was zuletzt immer mehr Wetterauer kritisierten. Der AWB schätzt die Gefahr, dass sich Kunden oder Mitarbeiter mit dem Coronavirus infizieren, als zu groß ein.

Markus Bäckel (Freie Wähler) und Gerhard Salz (Grüne) teilen mit, dass sie einen Dringlichkeitsantrag in der Betriebskommission gestellt haben. Da sich das Gremium nicht treffen kann, verlangen sie einen Umlaufbeschluss per E-Mail. Die beiden bemängeln, dass Gewerbetreibende die Recyclinghöfe offenbar weiter benutzen würden. Auch hätten private Anbieter ähnlicher Dienste weiterhin geöffnet.

Die Sicherheit der Mitarbeiter und Kunden könne weiter gewährleistet werden, wenn die allgemeinen Standards eingehalten würden. Becker. »Das Befahren eines Recyclinghofs ist dann für alle Beteiligten sicherer als der Besuch eines Supermarkts.« Gewogen und abgerechnet werde ohnehin schon hinter Glasscheiben. Bei Kontrollen des mitgebrachten Materials könnte der Fahrer den Kofferraum und/oder Anhänger öffnen und dann wieder einsteigen, ehe der Mitarbeiter die Anlieferung kontrolliert. Die Kommunikation müsse mit einem Sicherheitsabstand von zwei Metern oder vor der Glasscheibe geführt werden. Kontrolliert werde ausschließlich im Außenbereich, so die Idee der beiden Kommissionsmitglieder.

Walther verweist auf den Bund

In manchen anderen Kommunen sind die Recyclinghöfe weiter geöffnet. Der Wetteraukreis hat derweil mitgeteilt, dass eine Öffnung möglich wäre, »sobald die Bewertung der Infektionsgefahr dies zulässt«, wie Kreisbeigeordneter Matthias Walther (CDU) in einer Pressemitteilung zitiert wird. Man habe sich bei der Schließung nach einer Empfehlung des Bundes zur Einhaltung der Kontaktbeschränkungen gerichtet.

Die Abholung von Hausmüll, Kompost und Wertstoffen sei weiterhin gesichert. »Hier bündeln wir unsere Ressourcen, um diese Dienstleistung dauerhaft zu sichern«, betont der Abfalldezernent. AWB-Leiter Dr. Jürgen Roth bittet die Bürger darum, Abfälle, die nicht über die Tonnen entsorgt werden können, vorerst zu Hause zu behalten.

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