Grüne für Einführung kreisweiter Clever-Cards

Wetteraukreis (pm). Die Kreistagsfraktion der Grünen hat sich bei ihrer dreitägigen Klausur in Bad Salzschlirf für die Einführung einer kreisweiten Clever-Card im Schüler- und Ausbildungsverkehr ausgesprochen.

Die bringe unbestreitbare Vorteile, da Schüler und Auszubildende dann ganzjährig die öffentlichen Verkehrsmittel im gesamten Kreisgebiet nutzen könnten, in den Ferien zudem die im gesamten RMV-Gebiet. Damit würde der Kreis als Schulträger den anspruchsberechtigten Schülern (Grund- und Mittelstufe bis Klasse 10, bei G 8 bis Klasse 9) nicht mehr nur den Weg zur nächstgelegenen Schule finanzieren. "So würde die ÖPNV-Nutzung mit einem Schlag um ein Vielfaches attraktiver werden", finden die Grünen. Das Problem seien die Kosten. Die bislang dazu vorliegenden Daten ließen keine eindeutigen Prognosen über die Entwicklung des Nutzerverhalte und damit der Finanzbelastung des Kreises zu. Dennoch schätzen die Grünen die Chancen für die Einführung der kreisweiten Clever-Card (die zum Oktober im benachbarten Vogelsbergkreis eingeführt wird) als gut ein.

Weiteres Thema der Klausurtagung war die Bewertung der Einsparvorschläge im Kreis. Eine simple Eins-zu-Eins-Umsetzung der vorliegenden, von der Kreisverwaltung mit externen Beratern erarbeiteten Einsparvorschläge sei nicht zu machen, finden die Grünen. In der Ampelkoalition mit SPD und FDP werde man um nun eine genaue Bewertung der Vorschläge – auch mit Blick auf mögliche Folgen – nicht herumkommen.

Als gut bezeichnen die Grünen die generelle Arbeit der Ampelkoalition, deren Klammer "der Wille zum Sparen" sei. Klare Zeichen seien gesetzt worden: So die Neubesetzung und gleichzeitige Reduzierung der Dezernentenposten und die Verabschiedung eines Doppelhaushalts, der mit dem Konsolidierungsgedanken Ernst mache. Nicht zuletzt wegen der möglichen Teilnahme am Kommunalen Rettungsschirm werde das Thema Finanzen dauerhaft die Agenda der Koalition prägen. Darüber hinaus aber wollen die Grünen verstärkt die Abarbeitung des Koalitionsvertrags in den Mittelpunkt der gemeinsamen Arbeit rücken. Als Kernaufgaben sehe man das Vorantreiben von Klimaschutz und Energiewende sowie das Thema soziale Gerechtigkeit. Auch in Sachen demographischer Wandel, Ausbau der Bildungsinfrastruktur bis hin zur Errichtung einer ersten "echten" Ganztagsschule in der Wetterau wolle man Zeichen setzen.

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