Schon bald wird die neue Grünanlage erblühen, freuen sich die CDU-Vertreter (v.l.) Norbert Simmer, Hendrik Hollender, Claudia Eisenhardt, Gerhard Bohl und Dirk Antkowiak.		FOTO: STOLL
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Schon bald wird die neue Grünanlage erblühen, freuen sich die CDU-Vertreter (v.l.) Norbert Simmer, Hendrik Hollender, Claudia Eisenhardt, Gerhard Bohl und Dirk Antkowiak. FOTO: STOLL

Grünanlage mit »Stadtbäumen der Zukunft«

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Friedberg (pm). Im Jahr 2014 fiel der Startschuss für den vierten Bauabschnitt des 6,7 Hektar großen Baugebietes »Am Steinernen Kreuz«. Inzwischen sind fast alle Grundstücke bebaut. Als letzte Maßnahme werden jetzt die Grünverbindungen in diesem Bereich gestaltet und das Straßenbegleitgrün gepflanzt. Vom Fortgang der Arbeiten machten sich jetzt die CDU-Vertreter Bürgermeister Dirk Antkowiak, Stadtverordnetenvorsteher Hendrik Hollender, Kernstadt-Ortsvorsteher Norbert Simmer sowie die Stadträte Gerhard Bohl und Claudia Eisenhardt ein Bild.

Im Mittelpunkt steht die Neugestaltung des Platzes rund um das namensgebende Steinerne Kreuz. Dieses als Kulturdenkmal ausgewiesene Steinkreuz aus Sandstein hat eine Höhe von 2,20 Metern. Hier verlief die alte Straße vom Friedberger Burgtor am Dicken Turm nach Ockstadt. Die kaum noch zu lesende Inschrift lautet: »DIESES HAT IOHANN SCHAFF ZUR / EHR AUFRICHTEN LASSEN / ANNO 1702 / SEINES ALTERS 102 JAHR.« Der Stifter hat sich also selbst ein Denkmal gesetzt, das jetzt von einem Hain aus Winter-linden und Hainbuchen um-geben wird.

Zusätzlich wurden Hochbeete angelegt, die mit Stauden und Zwiebelgewächsen wie Wildtulpen, Krokussen oder Kugel-Lauch bepflanzt werden. Nach Norden verläuft von hier aus der Entroncamento-Weg in einer Blumenwiese, die mit Saatgut aus regionalen Pflanzenarten eingesät und zwei Mal im Jahr gemäht wird.

Randlich eingefasst zum Baugebiet werden alle Grünverbindungen durch einen breiten Gehölzsaum aus heimischen Sträuchern wie Liguster, Hartriegel, Heckenkirsche, Wolliger Schneeball, Ohr-Weide und verschiedenen Wildrosen-Arten. Am Spielplatz hinter der Ernst-Eduard-Hirsch-Straße, wo die neue Grünverbindung nach Westen abknickt, wurde schon ein Bodentrampolin eingebaut. Auch hier verläuft der wassergebundene Weg in einer Blumenwiese mit einzelnen Bäumen wie Wildapfel, Feldahorn oder Schwedischer Mehlbeere.

Insgesamt wurden 650 heimische Sträucher und 42 Einzelbäume gepflanzt. In den Grünverbindungen laden nach der Fertigstellung im August 14 Sitzbänke zum Verweilen ein. Nach Süden, zum fünften und letzten Bauabschnitt am Steinernen Kreuz, wo die über 80 Grundstücke bereits zu- geteilt sind, verläuft ebenfalls eine breite Grünverbindung. Auch diese soll als Lebensraumvernetzung für Pflanzen und Tiere dienen.

34 hitzeresistente Bäume gepflanzt

Eine Besonderheit stellen die 34 Baumpflanzungen in den Straßen dar. Durch den Klimawandel leiden die Bäume in Zukunft noch stärker unter Trocken- und Hitzestress. Für die urbane Biodiversität haben Bäume eine herausragende Bedeutung. Entscheidend für die Artenvielfalt in der Stadt ist neben der Anzahl der Bäume die Strukturvielfalt. So wurden in die Pflanzbeete in der Anna-Kloos-Straße Amberbäume gesetzt, die aus Nordamerika stammen. In der Heinrich-Ehrmann-Straße die Hopfenbuche, die in den lichten Bergen Südosteuropas heimisch ist. Und in der Georg-August-Zinn- und Heinz-Herbert-Karry-Straße die ebenfalls aus den Trockenwäldern Südeuropas stammende Blumen-Esche. Alle drei Baumarten gelten als »Stadtbäume der Zukunft«. Die Planungen für diese Grünverbindungen stammen vom Büro Beuerlein-Baumgarten aus Frankfurt und werden von der Firma Reuter Garten- und Landschaftsbau aus Langgöns umgesetzt. Die Projektsteuerung für die 530 000 Euro teure Maßnahme liegt beim Amt für Stadtentwicklung.

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