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Über die Auszeichnung für das Projekt des Friedberger Burggymnasiums freuen sich (v. l.) Jeanne Röhrig, Amelie Freier, Vanessa Landua, Matthias Schäfer und Benedikt Jakober.

Großer Einsatz wird gewürdigt

  • VonHarald Schuchardt
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Friedberg (har). Eine ganz besondere Preisverleihung haben dieser Tage zehn Mitglieder des Projekts »#StayWithMoria« erlebt, das im November am Burggymnasium gestartet worden war, um Geflüchtete auf den griechischen Inseln zu unterstützen (die WZ berichtete). Das von Schülerinnen und Schülern des Leistungskurses »Politik-Wirtschaft« - kurz Powi-LK - der Jahrgangsstufe 13 initiierte Projekt gehört zu den Siegern des Wettbewerbs »Demokratisch Handeln«.

Der gleichnamige Förderverein richtet seit 1990 den Wettbewerb für alle allgemeinbildenden Schulen in Deutschland aus, unterstützt vom Bundesministerium für Bildung und Forschung. 54 der 165 eingesandten Projekte wurden in einer Online-Preisverleihung ausgezeichnet. Projektleiter Matthias Schäfer verfolgte mit einigen seiner Schülerinnen und Schüler die Preisverleihung in seinem Garten in Ockstadt - unter Beachtung der Corona-Regeln. »Alle waren kurz zuvor noch einmal negativ getestet worden«, erklärte Schäfer, der Leinwand und Beamer aufgebaut hatte.

Winkt Deutscher Engagementpreis?

Zuvor hatte »Demokratisch Handeln« jedem Siegerprojekt eine Überraschungskiste geschickt. Darin befanden sich ein Roll-up, Konfetti und Brause samt Becher, um alkoholfrei zu feiern. Auch ein Schild, das inzwischen am Eingang des Burggymnasiums angebracht worden ist, gehörte dazu. »Wir sind die eigentlichen Sieger des Wettbewerbs«, sagte Schäfer, wurde das Moria-Projekt doch von »Demokratisch Handeln« als einziges Projekt des Wettbewerbs für den Deutschen Engagementpreis vorgeschlagen. Dieser wird im November verliehen. Um der Vielfalt des Engagements ein Gesicht zu geben, würdigt er engagierte Menschen, Initiativen, Unternehmen sowie öffentliche Verwaltungen in fünf Kategorien, dazu kommt ein Publikumspreis.

Dann ist «#StayWithMoria« schon »mitten auf der Zielgeraden«, wie es Schäfer bezeichnete. In den Herbstferien wird eine Gruppe zusammen mit Mitgliedern der in Gießen ansässigen Hilfsorganisation »Global Aid Network« (GAiN) nach Athen fahren. Zwei Transporte nach Griechenland gab es kurz vor Weihnachten zusammen mit GAiN.

Musikinstrumente werden gesammelt

»Bevor wir das Projekt beenden, werden wir allen Interessierten und den vielen Unterstützern von unseren Erlebnissen berichten«, versprach Schäfer. Für das Finale werden noch einmal Geldspenden benötigt und dafür eine besondere Sammelaktion auf die Beine gestellt. Mit dem gesammelten Geld sollen vor Ort wichtige Dinge gekauft werden, die die Geflüchteten dringend benötigen.

Anders als im vergangenen Jahr werden keine Hygieneartikel als Sachspenden gesammelt, stattdessen haben die Schülerinnen und Schüler beschlossen, »trotz der ernsten Situation der Geflüchteten etwas für Abwechslung und Fröhlichkeit zu tun«, wie es Schäfer formulierte. Daher werden nun gebrauchte Musikinstrumente aller Art gesammelt, jedoch nur solche, die keinen Stromanschluss benötigen. Das können Blockflöten ebenso sein wie Gitarren oder Blasinstrumente. Schäfer: »Jeder, der ein Musikinstrument zu Hause hat und nicht mehr nutzt, kann sich bei uns melden.«

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