Informationsaustausch im Industriegebiet Süd (v. l.): Bernd Heller und Markus Maring (beide Fresenius Kabi) mit Stadträtin Evelyn Weiß und Dr. Klaus-Dieter Rack. FOTO:PV
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Informationsaustausch im Industriegebiet Süd (v. l.): Bernd Heller und Markus Maring (beide Fresenius Kabi) mit Stadträtin Evelyn Weiß und Dr. Klaus-Dieter Rack. FOTO:PV

Bis an die Grenze der Kapazitäten

  • vonred Redaktion
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Friedberg(pm). Der Ausbruch der Corona-Pandemie ist an niemandem spurlos vorbeigegangen. "Auch nicht an uns und unserem Unternehmen", sagt der Standortverantwortliche Bernd Heller von Fresenius Kabi (Friedberg) im Gespräch mit Stadträtin Evelyn Weiß und dem Fraktionsvorsitzenden Dr. Klaus-Dieter Rack (beide SPD Friedberg) im Beisein seines Kollegen Markus Maring, Senior Manager Standortorganisation.

Fresenius Kabi ist ein mit über 40 000 Beschäftigten weltweit tätiges Gesundheitsunternehmen, das lebensnotwendige Medikamente und Medizintechnik zur Infusion, Transfusion und klinischen Ernährung anbietet. Die Produkte und Dienstleistungen werden in der Therapie und Versorgung von kritisch und chronisch kranken Patienten eingesetzt. Seit den 1990er Jahren wird am Standort Friedberg bundesweit Produktion und Logistik organisiert.

Als "systemrelevanter" Gesundheitskonzern wurde Fresenius Kabi im März/April 2020 bis an die Grenzen der Kapazitäten mit Produktions- und Lieferaufträgen eingedeckt. Krankenhäuser, Apotheken und andere Einrichtungen des Gesundheitswesens füllten in dieser Erstphase der Pandemie ihre Läger mit lebenswichtigen Medikamenten und Medizinprodukten aus Friedberg auf. Es waren Herausforderungen im operativen Geschäft, die Fresenius Kabi bis dahin nicht erlebt hatte, aber mit seinen über 1000 (teilweise im 24-Stunden-Schichtbetrieb) tätigen Beschäftigten am großflächigen Standort im Industriegebiet Süd zu bewältigen vermochte.

Ein erwartbarer Rückgang dieser pandemiegetriebenen Nachfrage erfolgte dann im Sommer. "Solche Schwankungen im operativen Geschäft waren für das Unternehmen bisher ungekannt, üblicherweise haben die Geschäftsabwicklungen einen kontinuierlichen Charakter", sagt Bernd Heller. Unter Corona-Schutzbedingungen wurden Produktionszellen gebildet, um das Infektionsrisiko unter den Beschäftigten gering zu halten. Auch leisteten etliche Personen der Verwaltung auf längere Sicht Homeoffice. "Wir sind mit den von uns umgesetzten umfangreichen betrieblichen Maßnahmen zum Infektionsschutz bisher gut durch die Krise gekommen", sagt Maring. Jedoch sind sich auch die Friedberger Firmenmanager dem seit Wochen deutlichen Anstieg der Neuinfektionen vor dem anstehenden Winter bewusst.

Fresenius sucht Auszubildende

Am Standort Friedberg sind trotz Pandemie die Zeichen auf Ortsgebundenheit und Erweiterung gestellt - im Gewerbegebiet Pfingstweide wird auf einem fußballfeldgroßen Areal eine neue Produktions- und Lagerhalle entstehen. Die Baugenehmigung wurde unlängst erteilt.

Den Beschäftigten von Fresenius Kabi steht ein viel gefächertes Angebot an firmenbezogenen Sozialmaßnahmen zur Verfügung, das die Verbundenheit zum Unternehmen verstärken hilft - u. a. durch flexible Arbeitszeiten, Gewährung eines Kita-Zuschusses, vermögenswirksame Leistungen, betriebliche Altersversorgung, nicht zuletzt auch durch eine Kantinenversorgung unter den notwendigen Hygiene- und Abstandserfordernissen.

Fresenius Kabi hat am Standort Friedberg eine Ausbildungsabteilung mit über 30 Auszubildenden (u. a. Chemie- bzw. Biologielaboranten, Industriemechanikern, Mechatronikern, Elektronikern, Fachkräften für Lagerlogistik, Bachelor of Science für Mechatronik/Maschinenbau) und lädt junge Menschen zur Kontaktaufnahme mit der Personalabteilung ein. Die SPD-Kommunalpolitiker bedankten sich nach dem Rundgang durchs Firmengebäude für den offenen Informationsaustausch.

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