"Global handeln"

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Wetteraukreis(pm). Der Landkreis soll Projektpartnerschaften in Entwicklungs- oder Schwellenländern angehen. Das fordern die Kreistags-Grünen in einer Pressemitteilung. Die Globalisierung sei im Zuge der Corona-Krise wieder einmal in die Kritik geraten. Die Nachteile der gegenseitigen Abhängigkeiten in Produktion und Handel hätten auch reiche Länder wie Deutschland zu spüren bekommen.

"Die Herausforderung besteht darin, die Beziehungen zwischen allen Ländern, besonders aber zwischen Arm und Reich, gerecht zu gestalten und globale Probleme wie den Klimawandel oder auch die Coronapandemie gemeinsam anzugehen", schreiben die Grünen. Der Wetteraukreis sollte sich daran im Rahmen seiner Möglichkeiten beteiligen. Die Grünen-Fraktion hat deshalb zur Kreistagssitzung am kommenden Mittwoch den Antrag gestellt, ein Konzept für ein Projekt der kommunalen Entwicklungszusammenarbeit zu erarbeiten. Nachhaltigkeit soll dabei im Mittelpunkt stehen.

"Solche Projekte auf kommunaler Ebene sind ein kleiner aber wichtiger Baustein der internationalen Entwicklungszusammenarbeit", sagt die Vorsitzende der Fraktion, Sylvia Klein. Von solchen sehr praxisorientierten Partnerschaften könnten beide Seiten enorm profitieren. Oft stießen sie auch das Engagement anderer Akteure vor Ort an, zum Beispiel von Schulen oder Vereinen. Das zu erarbeitende Konzept soll inhaltliche Schwerpunkte benennen, die zum Wetteraukreis passen, den möglichen organisatorischen Rahmen skizzieren und Fördermöglichkeiten aufzeigen. "Mögliche Themenfelder sind zum Beispiel Klimaschutz oder -anpassung, die Abfallwirtschaft oder auch Schulbau", erklärt Klein.

Unterstützung vom Landkreistag

Der Landkreistag intensiviere derzeit sein Engagement in dem Bereich, um die Landkreise zu unterstützen. Hilfe gebe es auch von der Servicestelle Kommunen in der Einen Welt (SKEW), die im Auftrag des Bundesentwicklungsministeriums arbeitet. Sie unterstütze in allen Fragen kommunaler Entwicklungszusammenarbeit, bietet Beratung und finanzielle Unterstützung und vermittelt Fachkräfte.

"In der Vergangenheit hat der Kreis bereits ein Projekt des Weltfriedensdienstes in Guinea-Bissau unterstützt. Es wäre schön, dieses Engagement - jetzt mit einer eigenen Initiative - aufzugreifen und zu einer langfristigen Partnerschaft auszubauen", meinen die Grünen.

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