"Es gibt nicht zu viele Störche"

  • vonred Redaktion
    schließen

Wetteraukreis(pm). Der Kreisverband Wetterau des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) widerspricht der von einzelnen Jägern in der Wetterauer Zeitung vom 5. August geäußerten Auffassung, dass es in der Wetterau bereits zu viele Störche gäbe. Dr. Werner Neumann, Vorsitzender des BUND Wetterau sagt: "Es gibt nicht zu viele Störche. Alle Tierbestände, auch die des Weißstorchs, werden durch die Lebensraumkapazität begrenzt. Wir sollten uns freuen, dass der Weißstorch in der Wetterau wieder zugenommen hat, denn dies ist ein Anzeiger für die ökologische Qualität unserer Auengebiete." Dies habe sich gezeigt, als sich über 60 Jungstörche bei Altenstadt Lindheim versammelt haben, um sich für den Zug nach Afrika vorzubereiten.

Die Sorge, dass die Weißstörche seltene Arten wie Kiebitz, Rebhuhn oder Feldhase gefährden, teilt Dr. Neumann nicht. Wie alle Vogelarten fressen die Störche, was sie leicht erbeuten können: Zu ihrer Nahrung gehören Kleinsäuger, vor allem Mäuse, Froschlurche, Eidechsen, Schlangen, Fische, große Insekten und Insektenlarven sowie Regenwürmer. Gelegentlich fresse er auch Aas. Erwachsene Feldhasen und Rebhühner gehörten nicht zum Speiseplan des Weißstorchs. In seltenen Fällen können Eier von Bodenbrütern und theoretisch auch Jungtiere seltener Arten erbeutet werden, schreibt der BUND. "Da seltene Arten aber leider selten" seien, könne dies nur ausnahmsweise geschehen, heißt es weiter.

"Der Storch gefährdet keine seltenen Arten", stellt Dr. Werner Neumann vom BUND Wetterau fest. Problematischer sei für Rebhühner und Feldhasen in dieser Hinsicht die Jagd, die auf diese Tiere eingestellt werden solle, fordert der BUND.

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare