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Digitaler Kulturtag: Eine Klasse aus der Berufsorientierungsstufe verfolgt den Videobeitrag einer anderen Klasse auf dem Bildschirm.

Getrennt und doch gemeinsam

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Friedberg (pm). Dass Computer im Unterricht an der Johann-Peter-Schäfer-Schule genutzt werden, gehört zum Alltag vieler Schülerinnen und Schüler. Schließlich helfen die mit spezieller Soft- und Hardware ausgestatteten Rechner den blinden und hochgradig sehbehinderten Kindern und Jugendlichen in vielfältiger Weise beim Lernen.

Wie das schulinterne Netz »Iserv« kürzlich eingesetzt wurde, war dann aber doch außergewöhnlich. Da schaute und hörte sich die gesamte Einrichtung auf den großen White- und Touchboards »Der Zauberlehrling«, »Frau Holle« oder auch das Gedicht »Das gereimte Jahr« von James Krüss an.

In der Summe ein kunterbuntes Programm an Beiträgen, die von einzelnen Schülerinnen, Schülern und Lerngruppen mit jeder Menge Engagement einstudiert, per Video oder Audio aufgezeichnet und anschließend im Schulnetz eingestellt worden waren. »Jedes Jahr findet bei uns in der Aula mit der gesamten Schulgemeinde ein Kulturtag statt, der sehr beliebt ist. Aufgrund der Corona-Pandemie ging das diesmal leider nicht«, erklärt Schulleiter Achim Merget-Gilles.

Diese Gemeinschaftserlebnisse seien wichtig für das Schulleben, »sie fehlen uns nach über einem Jahr schon immens«. Aus dem Kollegium sei dann die Idee gekommen, nach dem Weihnachtsbasar auch den Kulturtag digital zu veranstalten. Das sei natürlich kein Ersatz, aber es sei zumindest eine kreative Alternative, das umzusetzen, was machbar ist. Um 10 Uhr starteten alle Klassen in ihren Räumen mit einem Mausklick in den Kulturtag, an dem sämtliche Bereiche vom Haupt- und Realschulzweig über die Grundstufe bis zur Abteilung mit dem Förderschwerpunkt Geistige Entwicklung beteiligt waren. Das Motto: »Getrennt und doch gemeinsam«. Wobei zuvor am Montag und Dienstag bereits interessante und spannende Ausstellungen zu den Themen Stein-Mosaike, Glückswächter und gestickte Kunst angeboten worden waren, die von einer begrenzten Anzahl von Klassen unter Corona-Bedingungen nach Voranmeldung besucht werden konnten.

Freuder über ein Stück Normalität

»Auch das ist eine schöne Sache gewesen«, berichtet Merget-Gilles, »die Kolleg:innen haben mir berichtet, dass das sehr gut angekommen ist und angenommen wurde. Die Schüler haben sich sehr gefreut, dass es mal wieder eine solche Möglichkeit gab.«

Ein Stück Normalität - und mit Blick auf das kommende Jahr herrscht an der Johann-Peter-Schäfer-Schule die Hoffnung auf die Rückkehr zum Kulturtag aus den Zeiten vor Covid-19.

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