Fast nur am eigenen Laptop, statt im Hörsaal: Für Studierende bringt die Pandemie viele Herausforderungen mit sich, doch die Technische Hochschule Mittelhessen hat über den Tellerrand geblickt und für alle Beteiligten neue Konzepte entwickelt. 	FOTO: THM
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Fast nur am eigenen Laptop, statt im Hörsaal: Für Studierende bringt die Pandemie viele Herausforderungen mit sich, doch die Technische Hochschule Mittelhessen hat über den Tellerrand geblickt und für alle Beteiligten neue Konzepte entwickelt. FOTO: THM

Gesund und erfolgreich studieren

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Friedberg (pm). Die Technische Hochschule Mittelhessen (THM) hat einen eigenen Weg gefunden, damit das Studieren in Zeiten von Corona gut und gesund gelingt. 18 000 Studierende der THM lernen derzeit von zu Hause aus. Diese neuen Studienbedingungen sind mit speziellen Herausforderungen verbunden. Um die physische und psychische Gesundheit der Studierenden während der virtuellen Lernphase zu fördern, hat die THM Maßnahmen entwickelt. Wegen der Corona-Pandemie wurde umgeplant: Die Semesterzeiten wurden verschoben. Vorlesungen überwiegend digital abgehalten. Das virtuelle Studium erspare vielen aber auch die tägliche Anfahrt zu den Hochschulstandorten Gießen, Friedberg oder Wetzlar.

Zukunftsangst und Lernprobleme

Doch die Studierenden stünden nach Angaben der THM auch vor neuen Herausforderungen. Seit Beginn der Corona-Krise sorgt die Hochschule daher mit Onlineangeboten und ortsunabhängiger Unterstützung dafür, dass auch das virtuelle Studium gesund und erfolgreich gelingt.

Interne Befragungen in den vergangenen Wochen hätten ergeben, dass die Konzentrationsfähigkeit der Studierenden im Studium von zu Hause stark beeinflusst ist. Denn ähnlich wie im Homeoffice seien sind Ablenkungen allgegenwärtig. Das permanente Arbeiten am PC und die vielen virtuelle Formate führten dazu, dass Augen ermüden und der Rücken schmerzt. Auch Verluste von Nebenjobs würden viele Studierende belasten.

Die THM bietet daher gezielte Hilfen an. So wurden seit Semesterbeginn im April unter dem Motto »THMotion - @home but active« Sportangebote digitalisiert. Das Programm erstreckt sich nun von Online-Boxen bis zum virtuellen Zumba-Kurs - viele Angebote sind kostenfrei.

Bei Fragen zu Lernschwierigkeiten oder unklaren Zukunftsaussichten hilft die Studienberatung der Hochschule jetzt per Telefon, E-Mail oder Chat. Auch die Dozenten erhalten Unterstützung: Webinare und Coaching-Angebote sollen den Lehrenden helfen, Vorlesungen virtuell abzuhalten und aktivierende Elemente in den digitalen Unterricht einzubauen.

»Die Gesundheit und Leistungsfähigkeit unserer Studierenden und Lehrenden ist gerade jetzt von besonderer Wichtigkeit«, erklärt Gesundheitswissenschaftlerin Johanna Sickel.

Als Projektmanagerin betreut sie seit 2018 die Gesundheitsinitiative »Studium 360°«. Die THM möchte ihre Studierenden bei der Gestaltung des Studienalltags begleiten und zu einem erfolgreichen Abschluss führen. Dazu vernetzt die Hochschule mithilfe der Techniker Krankenkasse interne Angebote und entwickelt neue Formate - immer mit dem Ziel die Gesundheit der angehenden Fach- und Führungskräfte zu fördern. »Lernen gelingt in einer angenehmen Atmosphäre einfach besser«, meint Sickel.

Vor der Corona-Pandemie lag ein Fokus des Gesundheitsprojektes darauf mehr Lern- und Ruheräume an der THM zu schaffen. Gemeinsam mit dem Fachbereich Bau wurden Konzepte entwickelt. IT-Studierende sorgen dafür, verfügbare Räume über die hochschuleigene App darzustellen.

Doch mit Start des virtuellen Semesters seien es andere Dinge, wie individuelle Unterstützung und Vernetzung der Studierenden untereinander, die für ein gesundes und erfolgreiches Studium im Jahr 2020 wichtig seien.

Die Erfahrungen aus dem derzeitigen Sommersemester werden zeigen, welche weiteren Angebote benötigt werden. Nun stehen an der THM erst einmal die Prüfungswochen an.

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