Geschichten für Senioren

  • Dagmar Bertram
    vonDagmar Bertram
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Wetteraukreis (dab). Die »Jugendpflege 4.0« hat die Kinder und Jugendlichen aus Echzell. Reichelsheim, Florstadt und Wölfersheim zu einer weiteren Mitmachaktion für Senioren aufgerufen. In dieser Woche heißt das Motto »Storytelling« (Geschichtenerzählen). Die Idee der Jugendpflege: Alt und Jung zusammenbringen und der herausfordernden Corona-Zeit etwas Positives abgewinnen - für beide Seiten.

In jeder der vier Kommunen, die eine gemeinsame Jugendpflege betreiben, gibt es ein Alten- und Pflegeheim. Coronabedingt gelten dort Besuchseinschränkungen, viele Senioren sind zurzeit sehr einsam. Doch auch die Kinder und Jugendlichen haben keinen normalen Alltag mehr: Die meisten können nicht zur Schule gehen, die Jugendräume sind geschlossen, und auch andere Beschäftigungen wie Fußballspielen oder mit Freundinnen treffen sind nicht erlaubt.

»Wir haben uns was für euch überlegt und kämpfen gemeinsam gegen die Langeweile«, so hatten die Jugendpfleger vor einer Woche eine erste Challenge (Herausforderung) gestartet. Unter dem Hashtag #becreative (sei kreativ) hatten sie die Kinder und Jugendlichen dazu aufgerufen, den Senioren in den Alten- und Pflegeheimen eine Freude zu bereiten. Die Kinder konnten ihnen zum Beispiel ein Bild malen oder einen Brief schreiben.

Als Podcast auf CDs

Die Ergebnisse, die bis Sonntag in den Rathäusern abgegeben werden konnten, seien toll, freut sich Jugendpflegerin Daniela Stelz. Bemalte Steine waren dabei, Fotos, die bei einer Radtour gemacht wurden, oder auch ein Kunstprojekt: Die Idee dazu stammte aus einer Schule und wurde nun von einer Familie zu Hause in Angriff genommen.

In dieser Woche nun lautet die Aufgabe, die Senioren digital zu erfreuen - mit einer aufgenommenen Geschichte. Der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt: »Nehmt mit dem Diktiergerät auf eurem oder Mamas/Papas Handy eine Geschichte auf. Dabei ist es ganz egal, ob ihr etwas vorlest (zum Beispiel einen Teil aus eurem Lieblingsbuch), ein Gedicht aufsagt oder einfach aus eurem Leben erzählt.« Wer keine zündende Idee hat, kann die Jugendpfleger um Hilfe bitten. »Andreas Arnold stellt uns einen Teil seiner Geschichten zur Verfügung.«

Die Erzählungen können bis Sonntag, 3. Mai, per WhatsApp, Telegram oder Threema an Jörg Pfaffenroth (Tel. 01 73/9 89 72 93) oder per E-Mail an pfaffenroth@jugendpflege4.de geschickt werden. Er wird alle Geschichten auf CDs zu einem Podcast zusammenfügen, »und wir können die Senioren mit euren tollen Ideen begeistern«.

Der Aufruf lautet: »Ran an die Bücher und Diktiergeräte. Welche Kommune schafft die meisten Ergebnisse?« In der nächsten Woche soll die dritte Challenge folgen.

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