Gerrit Jansen (l.) und Dieter Fitsch mit der Wochenernte für einen Haushalt. FOTO: PRW
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Gerrit Jansen (l.) und Dieter Fitsch mit der Wochenernte für einen Haushalt. FOTO: PRW

Gemeinsam für die Ernte

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Friedberg-Dorheim(pm). Im Rahmen der GENAU-Umweltlotterie hat das Projekt Solidarische Landwirtschaft (SoLaWi) Wetterau in Dorheim eine Auszeichnungsplakette für geförderte regionale Umweltprojekte erhalten. "Das SoLaWi-Projekt ist Modell für Transparenz, Vertrauen und gemeinschaftlich getragene soziale und ökologische Verantwortung, indem Produzenten und Verbraucher einen verbindlichen Zusammenschluss eingehen", heißt es in einer Pressemitteilung des Wetteraukreises.

Mittlerweile sind es 90 Anteilseigner

Im Jahre 2016 erhielt das Projekt für seinen ökologischen und gesellschaftlichen Ansatz eine Förderung in Höhe von 5000 Euro durch die Umweltlotterie. Alexander Sausmikat, stellvertretender Geschäftsführer von Lotto Hessen, überreichte nun die Auszeichnungsplakette für geförderte regionale Umweltprojekte.

Bei der Solidarischen Landwirtschaft verpflichten sich die Mitglieder auf der Grundlage der geschätzten Jahreskosten der landwirtschaftlichen Erzeugung, einen festen monatlichen Beitrag zu zahlen, um dem Landwirt zu ermöglichen, sich unabhängig von Marktzwängen einer guten landwirtschaftlichen Praxis zu widmen, den Boden fruchtbar zu erhalten und bedürfnisorientiert zu wirtschaften. Im Gegenzug erhalten die Mitglieder die gesamte Ernte in Form eines wöchentlichen Anteils. Wesentlich ist, dass die Gruppe die Abnahme der Erzeugnisse garantiert und die Ernte sowie alles, was notwendig ist, sie zu erzeugen, finanziert. 2016 entstand aus einer Verbraucherinitiative die SoLaWi Wetterau-Dorheim in Friedberg. Auf einer Info-Veranstaltung fanden sich der Landwirt Holger Pabst aus Dorheim und 15 interessierte Verbraucher. Die Initiative startete mit 35 Mitgliedern und ist bis heute auf 90 Anteilseigner angestiegen. Aufgrund der stetig wachsenden Mitgliederzahl wurde im vergangenen Jahr ein Verein gegründet.

Einen Hektar Ackerland stellt der Landwirt für das Vorhaben zur Verfügung. Hier wachsen bis zu 45 Gemüsesorten. Im Wetteraukreis sind in den vergangenen Jahren Solidarische Landwirtschaftsprojekte in Friedberg, Wallernhausen, Büdingen und Wölfersheim entstanden.

In Bingenheim befindet sich eine weitere SolaWi in der Gründungsphase. Interessenten können sich bei Claudia Zohner, Koordinatorin der Modellregion Ökolandbau Wetterau, informieren (Telefonnummer 0 60 31/83 42 17, E-Mail an zohner.oekomodellregion@wetteraukreis.de).

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