koe_KunstinKirchen_08092_4c
+
Moderator Markus Karger spricht mit dem »Heiligen Bonifatius«, gespielt von Kurt Racky.

Gelungene Auftaktveranstaltung

  • VonRedaktion
    schließen

Wetteraukreis (prw). »Kunst in Kirchen in der Wetterau« findet zum siebten Mal statt. Mit einer gelungenen Auftaktveranstaltung wurde in der katholischen Kirche St. Andreas zu Altenstadt der Startschuss für die hochkarätige Kunstreihe gegeben.

Gastgeber Pater Thaddaeus sorgte für einen würdigen Rahmen in der Kirche, die unter Corona-Bedingungen mit 100 Gästen gut besucht war. Der Geistliche erinnerte daran, dass das Motto »Hinschauen« aus dem Matthäus-Evangelium stammt mit der Geschichte der Speisung der 5 000. »Fünf Brote und zwei Fische reichten für die Menge. Heute haben wir fünf Kirchen, fünf Künstler, die in fünf Wochen ihre Kunst präsentieren, dazu zwei Musiker, die uns heute Abend unterhalten.«

Das Motto der Kunstreihe verweist auch auf Missstände, und auch die Künstlerinnen und Künstler wollen mit ihrer Kunst dazu anregen, hinter die Kulissen, hinter die Oberfläche zu schauen. Landrat Jan Weckler sprach von einem kleinen Wunder, dass man trotz der Pandemie das Kunstprojekt realisieren könne. »Kunst in Kirchen in der Pandemie zeigt aber auch, wie wichtig Kunst und Kultur für unser Zusammenleben und unseren Zusammenhalt ist.« Der Landrat warb dafür, die Reihe zu nutzen, um die schönen Kirchen der Region zu entdecken. Der evangelische Dekan Volkhard Guth interpretierte das Motto als Aufforderung zum Verweilen. Das Kunstprojekt schaffe neue Resonanzräume in alten Kirchen.

Sein katholischer Amtskollege Dekan Wolfram Schmidt erinnerte an die Geschichte von »Kunst in Kirchen«. In den sieben Auflagen haben sich 40 Künstlerinnen und Künstler von 40 Kirchen inspirieren lassen. Schließlich lag es an Joachim Albert, als Kurator die Künstlerinnen und Künstler und deren Arbeit vorzustellen.

»Hinschauen« an der Bonifatius-Route, das bedeute auch Entschleunigung. Dazu bieten die drei angebotenen Wanderungen reichlich Gelegenheit.

Moderiert wurde die Veranstaltung vom Büdinger Schauspieler Markus Karger, der den Heiligen Bonifatius persönlich eingeladen hatte, um ihn zu interviewen. Der ehemalige Lißberger Pfarrer Klaus Racky ist in dessen Rolle geschlüpft und nutzte die Gelegenheit, zudem über die Entstehung der Bonifatius-Route zu sprechen.

Musikalisch umrahmt wurde der Start vom Duo »Frei Raum«, dessen mit viel Beifall bedachtes musikalisches Repertoire von Bach über Django Reinhardt bis zu den Beatles reichte.

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare