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»Gelebte Solidarität«

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Friedberg (pm). Dass das Coronavirus gesamtgesellschaftlich vielfältige Spuren hinterlässt, steht außer Frage. Gleiches gilt für den schulischen Lebensbereich, so beispielsweise auch für die Schulgemeinschaft des Burggymnasiums Friedberg. Die vergangenen Wochen, geprägt von teils aufwendig gestalteter heimischer Beschulung sowie Formen des Präsenzunterrichts unter erschwerten Hygienebedingungen, führten und führen noch immer sowohl die Schüler und ihre Eltern als auch die Lehrer an bisher unbekannte Belastungsgrenzen.

In der Krise galt es, das Gemeinschaftsgefühl zu stärken und produktiv und sinngebend mit den Bedingungen umgehen zu wollen. In Rückgriff auf das Leitbild des Burggymnasiums Friedberg, in dem auch über den Unterricht hinaus als übergeordnetes Leitziel gesellschaftliches Verantwortungsbewusstsein formuliert worden war, entstand die Idee, das ebenfalls belastete Gesundheitssystem mit dringend erforderlichen Blutspenden zu unterstützen. Im Rahmen einer neuen Kooperation zwischen dem Schulsanitätsdienst (SSD) des Burggymnasiums und dem Universitätsklinikum Gießen und Marburg (UKGM) entstand ein Konzept für einer Blutspendeaktion innerhalb der Schulgemeinschaft.

Am vergangenen Freitag, war es dann so weit: Unter konsequenter Einhaltung des Hygienekonzeptes erklärten sich insgesamt 47 engagierte Schüler, Eltern und Mitarbeiter des Burggymnasiums bereit, ihr Blut zu spenden, um schwer kranken Menschen und verunfallten Personen in ihrer Notlage zu helfen. Von der hohen Spenderzahl war nicht nur der Blutspendedienst des UKGM sehr angetan, sondern auch Schulleiter Ingo Baumgarten zeigte sich beeindruckt von der »großen Anteilnahme der Schulgemeinschaft an diesem Projekt, welche wahrlich nicht selbstverständlich« sei.

Besondere Anerkennung erfuhren die Spender nicht nur durch einen Snack und die Aufwandsentschädigung seitens des kompetenten Blutspendeteams, sondern auch durch Lebensmittel, die das Rewe-Center Bad Nauheim kostenlos zur Verfügung gestellt hatte.

Für den Schulsanitätsdienst, der das Blutspendeteam in ihrer Arbeit unterstützte, kann die Blutspende ebenfalls als Erfolg gewertet werden. War die schlagkräftige Gruppe vor wenigen Wochen zunächst noch als Sieger aus dem Jugendrotkreuz-Kreiswettbewerb 2020 (Altersstufe III) hervorgegangen, folgten pandemiebedingt die Aussetzung der Arbeit und die Einstellung sämtlicher Projekte. Die Blutspendeaktion darf somit als »bedeutsamer Baustein für die Arbeit des SSD und wichtiger Schritt für die Wiederaufnahme des Schulsanitätsdienstes im kommenden Schuljahr bewerten werden«, wie SSD-Leiter Julian Schenk festhielt.

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