Mit einer fünfköpfigen Spitze zieht die SPD in den Kommunalwahlkampf (v. l.): Christine Jäger, Rouven Kötter, Stephanie Becker-Bösch, Lukas Dittrich und Lisa Gnadl. FOTO: JÜRGEN JEUTTER
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Mit einer fünfköpfigen Spitze zieht die SPD in den Kommunalwahlkampf (v. l.): Christine Jäger, Rouven Kötter, Stephanie Becker-Bösch, Lukas Dittrich und Lisa Gnadl. FOTO: JÜRGEN JEUTTER

SPD geht mit Fünferspitze in die Kommunalwahl

  • vonred Redaktion
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Wetteraukreis(pm). Mit einem Fünferteam an der Spitze und einem Programm, das auf die Schwerpunkte Bildung, Gesundheit und Soziales, Klima-und Umweltschutz, bezahlbarer Wohnraum und Arbeit sowie Mobilität und Regionalentwicklung setzt, startet die Wetterauer SPD in den Wahlkampf zur Kommunalwahl am 14. März nächsten Jahres.

Auf einem Parteitag in Echzell beschlossen die Delegierten der SPD-Ortsvereine mit großer Mehrheit das Wahlprogramm und die Liste zur Kreistagswahl, teilt die Partei mit. "Von diesem Parteitag geht ein Signal aus, dass die Wetterauer SPD geschlossen in den anstehenden Wahlkampf zieht", fasst die SPD-Vorsitzende und Landtagsabgeordnete Lisa Gnadl zusammen. Man präsentiere den Bürgern ein Programm mit einer klaren Zukunftsorientierung. Auf der Liste stünden neben bewährten Kandidaten auch junge Kräfte, um die Kreispolitik mitzugestalten.

Die Liste wird von einem Fünferteam angeführt, bestehend aus der Ersten Kreisbeigeordneten Stephanie Becker-Bösch (Butzbach), dem Ersten Beigeordneten des Regionalverbands, Rouven Kötter (Wölfersheim), der Kreisvorsitzenden Lisa Gnadl (Altenstadt), dem Juso-Vorsitzenden Lukas Dittrich (Niddatal) sowie der Kreistagsfraktionsvorsitzenden Christine Jäger (Nidda). Frauen und Männer wechseln sich auf der Liste ab. "Das macht deutlich, dass wir Gleichberechtigung ernsthaft umsetzen wollen", betont Gnadl. Man habe auf die "regionale Ausgewogenheit" geachtet, um die Interessen aller Regionen in der künftigen Kreistagsfraktion abzubilden

Sozialdezernentin Becker-Bösch hatte den Delegierten das Wahlprogramm vorgestellt und auch auf die Erfolge verwiesen, die die SPD in den vergangenen Jahren im Rahmen der Kreiskoalition erreicht habe, etwa die flächendeckende Einführung der Schulsozialarbeit oder die Maßnahmen zur Demokratieförderung als Prävention gegen Extremismus. Die SPD hat für ihr Wahlprogramm den Titel "Gemeinsam weiterdenken" gewählt. Gerade in den vergangenen Monaten sei vielen Menschen bewusst geworden, wie wichtig eine starke Gemeinschaft ist, sagte Becker-Bösch. Gleichzeitig müsse Politik weiterdenken und überlegen, was aus der aktuellen Situation zu lernen sei und wie die Kreispolitik künftig ausgerichtet werden müsse. Man sei etwa derzeit sehr froh, in der Wetterau mit dem Gesundheitszentrum Wetterau noch kommunale Kliniken in öffentlicher Hand zu haben. "Daher lehnen wir auch in Zukunft alle Pläne zur Privatisierung unserer Krankenhäuser ab", unterstrich sie.

In der anschließenden Aussprache wurden insbesondere das Thema bezahlbarer Wohnraum und die Gründung einer Wetterauer Wohnungsbaugesellschaft diskutiert, die der SPD ein besonderes Anliegen ist. Lukas Dittrich drängte auf eine schnelle Umsetzung. Christine Jäger erläutere, dass der Kreis bei diesem Thema "auf einem guten Weg" sei und sie mit der Gründung einer Wohnungsbaugesellschaft noch in dieser Legislaturperiode rechne.

Auf Initiative der Jusos wurde der Programmentwurf um den Auftrag ergänzt, den Beitritt des Kreises zu den "Blue Communities" zu prüfen, die sich besonders für einen ressourcenschonenden Umgang mit Wasser und den Behalt der Wasserversorgung in öffentlicher Hand einsetzen. Die Tagesordnung des Parteitages war coronabedingt auf das Notwendige beschränkt worden, weshalb auch die geplante Rede der SPD-Landesvorsitzenden Nancy Faeser ausfallen musste.

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