Geflüchtete setzen eigenes Leben in Szene

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Friedberg (prw). Im Rahmen der Interkulturellen Wochen im Wetteraukreis findet am morgigen Mittwoch um 15 Uhr ein Theaterspiel der »Theaterperipherie Frankfurt« statt. Vor dem Gebäude des Fachdienstes Soziale Hilfen in der Pfingstweide 7 in Friedberg werden junge Geflüchtete Szenen aus ihrem eigenen Leben spielen.

Es geht um Beshir, der aus Syrien geflüchtet ist, und um Rezwan, der aus Afghanistan kommt. Alles ist neu, und während man in der Heimat miteinander spricht, um etwas zu regeln, gibt es in Deutschland nur Blätter, Blätter und abermals Blätter. Eine endlose Bürokratie beim Sportverein, bei der Krankenkasse und im Sozialamt. Dazu kommt, dass den jungen Geflüchteten unterstellt wird, sie seien aus bloß wirtschaftlichen Gründen hier. »Die anderen wissen es nicht oder ignorieren es einfach, dass in unseren Heimatländern Krieg herrscht und wir viel lieber zu Hause wären, als uns auf diese ganze neue Welt einstellen zu müssen.«

Mit Rapmusik fantasiert man sich an einen anderen Ort, um irgendwie klar zu kommen. »Leute, ihr kennt unseren Namen, aber unsere Geschichte kennt ihr nicht«, sagt Beshir. Das kann mit dem Theaterstück anders werden. Es ist für Menschen ab 14 Jahren geeignet. Der Eintritt ist frei.

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