Gefahr von Wildunfällen steigt wieder

  • vonred Redaktion
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Wetteraukreis(pm). Der Herbst birgt für Verkehrsteilnehmer besondere Gefahren: Schlechte Sicht durch Regen und Nebel, mangelnder Grip der Reifen durch Laub auf den Straßen oder zunehmender Wildwechsel zu den Dämme- rungszeiten. Darauf weist das Polizeipräsidium Mittelhessen hin. Das Reifenprofil, die Scheibenwischer und die Beleuchtung an Fahrzeugen sind für die Verkehrssicherheit ebenso von Bedeutung, wie das Bewusstsein, dass Wild in waldreichen Gebieten die Fahrbahn queren kann. Neben der Zeit von März bis Mai gehört auch die Phase von Oktober bis Dezember zu dem Zeitraum, in dem die Zahl der Wildunfälle ansteigt.

Die Unfälle ereignen sich fast immer in der Dämmerungszeit, in den frühen Morgen- und frühen Abendstunden und in der Nacht. Wo vor Wildwechseln gewarnt wird oder erfahrungsgemäß eher mit Tieren im Straßenbereich zu rechnen ist, sollten die Verkehrsteilnehmer ihre Fahrweise anpassen. Um einen Wildunfall zu vermeiden, hilft es nur, die Geschwindigkeit erheblich zu verringern und die Fahrbahnränder aufmerksam zu beobachten. "Je schneller wir fahren, desto länger ist unser Anhalteweg. Wer Tempo 80 statt 100 fährt, verkürzt den Bremsweg bereits um 25 Meter", so die Polizei.

Taucht Wild am Straßenrand auf, ist es wichtig, kontrolliert zu bremsen und in der Fahrspur zu bleiben, abzublenden und zu hupen.

Sollte eine Kollision unvermeidbar sein, ist es wichtig, das Lenkrad festzuhalten. "Fahren Sie geradeaus und bremsen Sie ab. Riskante Ausweichmanöver gefährden eher den Gegenverkehr und Sie selbst." Oft seien Rehe, Wildschweine und Hirsche nicht allein unterwegs. Wo eins ist, könnten noch weitere folgen.

Kommt es tatsächlich zu einem Wildunfall, sollte man die Unfallstelle absichern und die Polizei verständigen. Auf keinen Fall sollte man ein Tier nach einem Unfall ins Fahrzeug hieven und mitnehmen. Damit würde man sich wegen Jagdwilderei strafbar machen, erklärt die Polizei.

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