Auch im Herbst und im Winter kann das Wetter so schön werden, dass man draußen essen und trinken kann. Die Stadtverordneten haben jetzt grünes Licht für die Öffnung der Außenbewirtschaftung auch über den 15. Oktober hinaus gegeben.
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Auch im Herbst und im Winter kann das Wetter so schön werden, dass man draußen essen und trinken kann. Die Stadtverordneten haben jetzt grünes Licht für die Öffnung der Außenbewirtschaftung auch über den 15. Oktober hinaus gegeben.

Gastronomie

Außenbewirtschaftung in Friedberg: »Schafställe« dürfen überwintern

  • Jürgen Wagner
    vonJürgen Wagner
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Die Gastronomie stöhnt unter der Corona-Krise. Umsätze brechen weg. Auf Vorschlag der CDU wird in Friedberg die Außenbewirtschaftung über den Winter hinaus erlaubt.

Die »Schafställe« auf der Kaiserstraße, aber auch die übrigen Außenbewirtschaftungen in Friedberg dürfen normalerweise vom 1. April bis zum 15. Oktober genutzt werden. »Das wird derzeit gut angenommen, während die meisten Gäste einen Aufenthalt in den Innenräumen der Gastronomiebetriebe meiden«, sagte der CDU-Fraktionsvorsitzende Olaf Beisel in der jüngsten Sitzung der Stadtverordnetenversammlung. »Das ist der Corona-Pandemie geschuldet.«

Was also tun? Der Aufenthalt im Freien sei wesentlich weniger riskant als in öffentlichen Innenräumen. »An der frischen Luft ist die Gefahr einer Tröpfchen- oder Aerosol-Infektion deutlich geringer«, begründete Olaf Beisel, warum die Christdemokraten vorschlagen, die Außenbewirtschaftung zu verlängern. Auch im Herbst und im Winter gebe es schöne Tage, an denen man gerne draußen sitze. Daher der Vorschlag, die Außenbewirtschaftung auch in der Zeit vom 16. Oktober bis 31. März (und damit in diesem Jahr durchgängig) zu erlauben.

»Guter Antrag«, sagte Achim Güssgen-Ackva (FDP). Es werde für die Wirte im Winter nicht einfacher. »Wir sollten die Gastronomie unterstützen.«

Erste Stadträtin Marion Götz (SPD) sprach von zwei Herzen, die in ihrer Brust schlagen: Der Stadt entgingen dadurch Parkgebühren in Höhe von mindestens 30 000 Euro. »Ich will damit aber kein Wasser in den Wein schütten.«

Außenbewirtschaftung in Friedberg: Wirte sollen auf Heizpilze verzichten

Auch Bernd Stiller (Grüne) begrüßte den Antrag. Er schlug aber eine Ergänzung vor, die auch aufgenommen wurde: Die Wirte werden gebeten, freiwillig auf den Einsatz von klimaschädlichen Heizpilzen zu verzichten.

Zustimmung gab es auch von UWG und SPD. Friedrich Wilhelm Durchdewald (UWG) schätzte die Einnahmeverluste für die Stadt etwas niedriger als Götz ein. »Schließlich fallen die beiden ›Schafställe‹ der Eisdielen im Winter weg.« Auch Ulrich Hausner (SPD) lobte den Antrag. »Damit unterstützen wir die Gastronomen.« Einzig Carl Cellarius (Grüne) scherte aus. »Ich habe mich noch nie in den bleiverseuchten ›Schafställen‹ auf der Kaiserstraße aufgehalten.« Auch gut, dann nimmt er anderen Friedbergern wenigstens nicht den Platz weg. Der Antrag wurde bei einer Enthaltung einstimmig angenommen.

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