Kaiserstraße

Fußgängerzone: Linke für Test

  • vonRedaktion
    schließen

Friedberg (pm). Die Debatte um eine probeweise Sperrung der Kaiserstraße geht weiter. Der Vorschlag stammt vom Bürgerbündnis WIR, die UWG lehnt ab. Jetzt nimmt Stadtverordneter Sven Weiberg (Die Linke) Stellung.

»Die UWG macht sich wohl große Sorgen um die kommende Kommunalwahl. Deswegen reagiert sie mit scharfen Gebrüll auf einen Vorschlag von WIR zur Verkehrsberuhigung der Kaiserstraße«, meint Weiberg. Das Bürgerbündnis möchte eine vierwöchige Testphase mit Ausnahmen für Anlieferung und Anwohner. Die Idee, die Kaiserstraße in eine Fußgängerzone umzuwandeln, ist laut Weiberg nicht neu. Probleme könnten unter anderem eine Überlastung der Usavorstadt und alten Bahnhofstraße sein. »Ein mehrwöchiger Versuch wäre eine gute Möglichkeit herauszufinden, was bei einer Sperrung der Kaiserstraße wirklich passiert.«

Im Moment entspreche die Kaiserstraße weitgehend dem veralteten Planungsideal einer autogerechten Stadt. Für Fußgänger sei die Situation unbefriedigend, für Radfahrer eine Katastrophe. Eine deutliche Verkehrsberuhigung sei nötig. Auch die Idee einer Gemeinschaftsstraße (»Shared Spaces«) sollte geprüft werden. Weiberg: »In jedem Fall müssen die Beteiligten in die Planung eingebunden werden. Dabei wird man es nicht allen recht machen können.« Das gelte etwa für Einzelhandelskunden, die mit dem Auto direkt vor jedes Geschäft fahren möchten.

Verkehrsberuhigung steigere die Aufenthaltsqualität, davon profitierten Händler und Wirte. Das zeige Bad Nauheim, wo Handel und Gastronomie im Umfeld und innerhalb der Fußgängerzone zu finden seien. Die UWG-Ansicht, der Test komme einem »Todesstoß« für Gastronomie und Handel gleich, sei völlig falsch.

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare