Wer das Fernsehprogramm über Satellit empfängt, hat schon ein LNB, einen Signalumsetzer. Jetzt fehlt nur noch ein Stick für den Computer und Software - schon ist man auf Empfang.	FOTO: PV
+
Wer das Fernsehprogramm über Satellit empfängt, hat schon ein LNB, einen Signalumsetzer. Jetzt fehlt nur noch ein Stick für den Computer und Software - schon ist man auf Empfang. FOTO: PV

Funken selbst ausprobieren

  • vonRedaktion
    schließen

Wetteraukreis (WZ). Kürzlich hatten wir berichtet, dass die Wetterauer Funkamateure sich derzeit zwar nicht persönlich treffen können, aber über Funk in Kontakt bleiben. »Bestimmt hat jemand beim Lesen des Artikels Interesse am Amateurfunk gefunden«, schreibt uns Erwin Schulze aus Niddatal.

Hier kommen seine Tipps, um das Hobby auszuprobieren: »Für den Einstieg kann man sich einen Amateurfunk-Empfänger kaufen und eine geeignete Antenne, und schon kann man hören, was in der weiten Welt gesendet wird.« Dazu seien jedoch mindestens einige Hundert Euro nötig.

Es gehe aber einfacher und preiswerter, sagt Schulze: »Seit über einem Jahr gibt es den Amateurfunksatelliten QO-100 (andere Bezeichnung ist ES-Hail 2). Mit einer Satelliten-Antenne kann er empfangen werden, hierzu reicht schon ein Durchmesser von 60 Zentimetern aufwärts.«

Wer keine zusätzliche Antenne installieren will oder darf, dem könne eventuell auch geholfen werden. »Da im ländlichen Bereich der Wetterau meist kein Kabelfernsehen vorhanden ist, empfangen die meisten Leute die Fernsehprogramme über Satellit. Zum Empfang des QO-100-Satelliten wird ein normales LNB benutzt, welches zusätzlich neben dem vorhandenen LNB mit einem geeigneten Halter montiert wird. Jetzt benötigt man noch einen SDR-USB-Stick für den Computer und die kostenlose Software SDR-Console, und schon ist man QRV, das heißt in der Funkersprache: auf Empfang.«

Das benötigte Material, informiert Schulze, könne man im Elektrofachgeschäft kaufen: Mit etwa 50 Euro sei man dabei. »Dies wäre ein sehr preiswerter Einstieg in die Welt des Amateurfunks.« Es zeige aber nur einen kleinen Bereich der vielen Möglichkeiten des Amateurfunks. Wenn man sich weiter ernsthaft für Amateurfunk interessiere, dürfe man sich gerne an einen Ortsverband des Deutschen Amateur Radio Clubs DARC wenden. Für Friedberg und Umgebung wäre das der Ortsverband F 17. Schulze: »Die Funkamateure helfen sich und anderen gerne weiter. Amateurfunk ist nicht nur eine Spielwiese für technisch Interessierte, er dient auch der Völkerverständigung und ist als gemeinnützig anerkannt.«

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare